Posts Tagged ‘Auto’

The Rush

14. Dezember 2015

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Zürich 2015, Lichtermeer, Stau eingangs Zürich

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Fatal kausal

18. April 2015

Die sprechen ja auch unentwegt vom sogenannten kausalen Zusammenhang, die Versicherungen. Doch was ist das überhaupt, was ist die Kausalität im Versicherungs-Jargon? – Ein Schelm, wer hier und jetzt keine fachmännische Erklärung erwarten würde.

Wenn Sie zum Beispiel ein Fremder auf der Strasse anspricht und Sie nach dem Weg zum Bahnhof fragt, und Sie ihm aus Jux – man gönnt sich ja sonst nichts – einen völlig falschen Weg erklären, der über die Autobahn führt, und er wird da von einem Moped angefahren, dessen Fahrer angetrunken ist, dann ist der kausale Zusammenhang gegeben. Denn: Wir hätten den Mopedfahrer vom Alkoholkonsum abhalten sollen.

Ein zweites Beispiel zur Veranschaulichung: Ein Auto, ein Motorrad und ein Reiter mit Pferd stehen an der roten Ampel. Der Autofahrer hupt, das Pferd erschrickt sich und beisst dem Motorradfahrer – der übrigens beim blauen Kreuz ist – das rechte Ohr ab. Muss nun die Versicherung des Autofahrers die Behandlungskosten des Motorradfahrers, der ja nicht einmal betrunken war, bezahlen? – Natürlich nicht, denn der Motorradfahrer hätte einen Helm tragen sollen.

Der Kausalzusammenhang ist also beim zweiten Exempel nicht gegeben. Das sind durchaus wichtige Fragen, über die sich Experten immer wieder in den Haaren liegen. Als Faustregel gilt: Es besteht immer dann ein Kausalzusammenhang, wenn unsere Haftpflichtversicherung keine Ausrede findet. Man muss eben beweisen können, dass der andere selber Schuld ist. Wer übrigens selbst nach den obigen Beispielen den Begriff der Kausalität im Versicherungswesen nicht verstanden hat, der ist ganz einfach selber Schuld, denn: An diesem Text kann es sicher nicht liegen. Der ist perfekt.

Benz

28. März 2015

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Zürich, Kreis 8, 2015

Carrera

5. März 2014

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Zürich, 2013

Gib Gas in Genf

4. März 2014

Warum der Autosalon ausgerechnet in Genf durchgeführt, aufgestellt – oder wie man das auch immer nennen mag – wird, hat uns bis heute noch niemand logisch erklären können. Die plausibelste Erklärung war bis anhin, dass die Genfer ja sonst nichts haben. Ausser einen Brunnen vielleicht, einen überfluteten. Oder den UNO-Hauptsitz, worauf nicht alle gleichermassen stolz sind. Na ja, dann ist das halt so.

Nehmen wir den weiten Weg also in Kauf, fahren wir ins Welschland und stellen uns den Herausforderungen: Diese Sprache, diese Gestik, diese Kultur. Der Autosalon ist die perfekte Gelegenheit um sich zu öffnen. Mobilität hat etwas Verbindendes, fast Versöhnendes. Achten Sie einmal auf die Mimik der Verkehrsteilnehmer im Strassenverkehr: Friede und Liebe.

Der diesjährige Autosalon steht wiederum im Zeichen von vernünftiger Mobilität und Umweltschutz. – Es darf gelacht werden, diese Themen sind so ausgeleiert, dass sie keinen Menschen mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Das einzig Grüne am Autosalon Genf ist das Grün im Wappen des Nachbarkantons Waadt. Wir geben wieder kräftig Gas, mit gutem Gewissen. – Und es macht Spass!

Sehen wir uns die neuen Modelle an und überzeugen wir uns selbst. Also, dick anstreichen in der Agenda: 84. Internationaler Autosalon vom 6. – 16. März. Einfach hingehen und staunen. – Obwohl er in Genf ist.

La Carrera

5. Februar 2014

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Zürich, 2013

Da Car

25. September 2013

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Frankreich, 2013

Das erste Mal

14. März 2013

Das unbestritten Schönste am Genfer Autosalon sind die Premieren: Ein paar sehr, sehr schöne Frauen reissen an einem überdimensionalen Bettlaken, das über einem Auto liegt, und Schwupps! – Hervor kommt ein Auto. Jeder Mensch auf diesem Planeten sollte das Recht haben, einmal im Leben ein Fahrzeug zu enthüllen. Oder zumindest ein Fahrrad. Es ist sozusagen die Defloration des neuartigen Mobilitätsbewusstseins. Einfach schön. So befreiend.

Viele Menschen stehen dann um dieses neue Auto herum und sagen Dinge wie «ahhh» und «ohhh» und «den möchte ich, Schatz». Andere fotografieren dann, und das blitzt und glitzert dann so schön, und die Zeitungen und einschlägige Zeitschriften berichten am nächsten Tag, dass dieses Auto Premiere hatte. Und wie stark der Motor sei und wie unglaublich vielfältig und neuartig die Innenausstattung. Und wie toll es sein muss, darin eine junge Frau zu vernaschen. Gut, erwischt, das war gelogen, das mit der Innenausstattung.

Es ist ein tolles Gefühl, ein Auto zu fahren, das erst gerade auf den Markt gekommen ist, gerade erst Premiere hatte. Irgendwie individuell. Je nach Automarke gibt es nur ein paar Zehntausend andere Menschen, die genau dieses Auto besitzen. Weltweit. Sollen sich doch all die anderen Vollidioten mit einem Gefährt fortbewegen, das nie Premiere hatte. Sollen die doch ein General-Abonnement der SBB kaufen oder zu Fuss gehen. Die anderen, die sind doch so etwas von Mainstream.

Bei manchen Premieren tanzen dann junge Leute um das neue Gefährt herum, so ähnlich wie um ein goldenes Kalb. Das sieht dann richtig gut aus, so ähnlich wie modernes Ballet, und nennt sich «Performance». Natürlich tanzen im richtigen Leben keine Leute um uns herum, wenn wir dieses Auto kaufen. Höchstens vielleicht beim Parken in der Fussgängerzone. Aber es ist schon ein gutes Gefühl, ein Auto zu haben, das alle Menschen schön finden. Mit ein bisschen Glück finden diese Menschen dann auch die Person am Steuer schön. Und wenn man dann keine Lust hat, sich von anderen schön finden zu lassen, kann man einfach davonbrausen. – Brrrrrrummm, ein tolles Gefühl!

Aber was braucht man darüber lesen – fühlen soll man das! Probieren Sie es aus, liebe Leserin, lieber Leser. Nehmen Sie teil an einer Premiere und kaufen sie die vorgestellte Neuheit an Ort und Stelle. Das ist doch dieser neue Lifestyle, von dem heute alle reden: Mit der Bahn nach Genf und mit dem brandneuen Auto nach Hause. Mit etwas Glück haben wir sogar keinen Stau auf dem Nachhauseweg. Gute Fahrt!

Foto #7

3. Juni 2010

Cuba 2002; Havanna

Tempo, Baby, Tempo!

14. Februar 2010

Es lebe der Temporausch! Wir kennen das Gefühl: Schnell Auto fahren, sehr schnell, sei es auf der Autobahn oder auf der Landstrasse. Es ist fast unbeschreiblich, dieses Gefühl von Geschwindigkeit, von Schnelligkeit. Geil. Mit 220 Km/h auf der Bahn? – Einfach geil. Natürlich blenden wir hier die extremen Gefahren aus. Bewusst.

Was ist es eigentlich, was diese Art des Rausches – es ist ja eine Art Rausch – ausmacht? Was sind die Faktoren des Temporausches?

Ist es die Beschleunigung, die uns in den Sitz drückt und so ein Kribbeln in der Bauchgegend verursacht? Eher nicht, vermutlich. Dann würde ja ausschliesslich die Phase der Beschleunigung den Rausch verursachen. Will heissen: Der Tempoexzess würde sich aus ständigem Beschleunigen und wieder Abbremsen für abermaliges Beschleunigen zusammensetzen. Tut er nicht. Und der Start in einem Flugzeug wurde ja ebenfalls einen Temporausch verursachen, was zumindest bei mir – der ich ja das Mass aller Dinge bin – nicht der Fall ist.

Was ist es dann? Sind es die Effekte, die Anzahl Bilder, mit denen unsere Augen und somit unser Gehirn konfrontiert werden, wenn wir das Umfeld, die Strasse, die Landschaft mit hoher Geschwindigkeit an uns vorbeirauschen sehen? Strasse fressen, wie man so schön sagt? Ist es das? – Vielleicht. Doch dieser Effekt müsste bei einem Videospiel ebenfalls eintreten, bei einer Rennsimulation. Tut er aber nicht, jedenfalls nicht in gleichem Masse.

Ist es die Gefahr, der Adrenalinschub? – Na ja, durchaus möglich. Wobei sich der Körper ja angeblich anpasst, was heisst, dass beim Wiederholen des gleichen, gefährlichen Erlebnisses nicht mehr die gleiche Menge dieses Hormones ausgeschüttet wird. Die Folge davon müsste ja sein, dass der Tempoexzess je länger je mehr an Reiz verlieren würde. Gut, vorerst würde man sich ständig zu steigern wissen, aufgrund der eben besagten Anpassung. Doch irgendwann bringt auch der 5er-BMW nicht mehr Leistung. Für den Raser käme der Zeitpunkt des Abstumpfens. Und er würde dem Tempo abschwören. Und einen Twingo kaufen, vermutlich.

Na ja. Sieht ganz so aus, als würden wir diesem Rätsel hier nicht auf den Grund gehen können. Vermutlich ist es eine Kombination der eben beschriebenen Faktoren. Das Rätsel bleibt also ungelöst, hier, was heissen könnte, dass A) das Thema irrelevant ist für die Rettung der Welt, die ja dieser Blog bekanntlich anstrebt oder B) Rizzitelli die Lösung (noch) nicht parat hat. Wer weiss, vielleicht komme ich in ein paar Wochen darauf zurück, was als ehemaliger Scirocco-Fahrer wohl eine Art Pflicht darstellt (allen, die sich jetzt darüber lustig machen sei gesagt: Selber schuld, wenn ihr eine Welt bewohnt, die von einem ex-Scirocco-Piloten gerettet wird, schlussendlich).

Und, was ich fast vergessen hätte: Vermutlich ist es egal.