Archive for the ‘Schöner leben’ Category

Glourious Brühl

28. Juni 2018

Wie bitte, sie kennen Daniel Brühl nicht? Oh je, das ist doch der aus «Good Bye, Lenin!», einem herrlich lustigen Film über die DDR-Wende (sozusagen ein Wendefilm). Muss man gesehen haben! Spätestens seit seinem Mitwirken in «Inglourious Basterds» von Quentin Tarantino sollte er allen Filmfreunden ein Begriff sein. Und im bekannten Film «Rush» fuhr er als Niki Lauda im Kreis herum. Natürlich hat Brühl auch eine Menge Preise gewonnen, von denen wir den Golden Globe Award löblich erwähnen möchten. Am 16. Juni feiert Daniel César Martín Brühl González – wie er mit vollem bürgerlichem Namen heisst – seinen vierzigsten Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen alles Gute. – Selbst wenn Sie nicht sooo bekannt sind.

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Guten Morgen, liebe Sorgen

26. Juni 2018

Kennen Sie Hans-Jürgen Dohrenkamp? – Vermutlich schon, denn dies ist der richtige Name von Jürgen von der Lippe. Sie sehen: Hat ein Mensch einen doofen bürgerlichen Namen, so kann er sich durchaus einen noch doofer klingenden Künstlernamen zulegen und auf der Bühne durchstarten. In den Achtzigerjahren bekannt geworden durch die TV-Show «So isses», hat er später viele, viele erfolgreiche Auftritte gehabt und ein Lied gesungen, das uns allen bekannt sein dürfte: «Guten Morgen, liebe Sorgen» (dieses wird Ihnen nun den ganzen Tag hinterherlaufen, liebe Leserin, lieber Leser, Entschuldigung). Am 8. Juni zieren siebzig Kerzen die Geburtstagstorte – wir gratulieren herzlich! Sie haben alles richtig gemacht, Herr von der Lippe. – Ausser der Künstlername, der … – Alles Gute!

Jürgen vor, noch ein Tor!

14. Juni 2018

Jürgen Sparwasser hat bei der Fussballweltmeisterschaft 1974 für die DDR gespielt und gegen die BRD das Tor zum 1zu0-Sieg geschossen, der in die Geschichte eingehen sollte. Damals waren Sport und Ideologie ja noch eng miteinander verknüpft, ganz im Gegensatz zu heute (es darf gelacht werden). Die Elf der DDR hatte sich zum ersten Mal für eine WM qualifiziert, und dies auch noch im Gastgeberland BRD. Sparwasser wurde zum Volkshelden. Auch in sportlicher Hinsicht war dies eine andere Zeit: Bei Freistössen der Gegner hat das Team der DDR nie eine Mauer erstellt (Spitzenwitz, ich weiss). Am 4. Juni wird eben dieser Jürgen Sparwasser siebzig Jahre alt. – Herzlichen Glückwunsch! Am Schluss hat übrigens die BRD gewonnen. – Also, die WM.

Das ewige Leben

21. Mai 2018

Man muss abstrahieren können. Im Endeffekt geht es ja darum, länger zu leben. Gesünder, besser. Darum ist es naheliegend, einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Es gibt doch einen kleinen Ort in Italien, Camorra oder so (oder war es Acciaroli?), da liegt die Lebenserwartung weit über dem Durchschnitt. Ab und an steht davon in der Zeitung. Die Menschen dort werden etwa hundertfünfzig Jahre alt, im Schnitt. Warum denn?

Recherchiert man ein bisschen, dann wird schnell klar: Die Leute dort trinken keinen Schluck Alkohol, nein, sondern nur destilliertes Mai-Regenwasser aus handgefertigten Tonkrügen, das mit Vitaminen und Spurenelementen angereichert ist. Im Wein liegt nämlich gar nicht die Wahrheit, sondern die Dummheit. Und der Tod. Also: Hände weg von Alkohol!

Auch Lebensmittel mit Konservierungsmitteln sind tabu. Man isst dort keine Fertigpizzas (ja, liebe Adriatouristen mit Linguistik-Diplom, es heisst natürlich «Fertigpizze», bitte nicht mehr anrufen) und Tiefkühl-Lasagne. Konservierungsstoffe sind des Teufels. Entgegen vieler Expertenmeinungen konservieren sie nämlich nur das Essen, nicht aber den Menschen, leider. Emulgatoren sind in Wahrheit des Teufels.

Natürlich findet auch kein herkömmliches Brot den Weg auf den Tisch, in diesem italienischen Dorf. Brot enthält bekanntlich Gluten, was die Skala der Schlechtheit nach unten durchschlägt. Ihr Körper lechzt förmlich nach gesundem, glutenfreiem Gebäck. Es schmeckt richtig scheisse (Sie verzeihen den Ausdruck, doch versuchen sie es einmal). Hören Sie auf Ihr Herz. Ich glaube, Satan betrieb früher eine Bäckerei. Mit Holzofen.

Fleisch kommt natürlich auch nicht auf den Teller, denn Fleisch enthält Hormone, zu viel Eiweiss und keinen Tofu, dafür aber jede Menge Tier. Das ist natürlich schlecht. Mit all diesen Dingen tun wir unserem Körper keinen Gefallen. Er wird früher oder später sterben, aus Protest. So, liebe Leserin, lieber Leser, das war’s bereits. Wenn Sie das alles nicht glauben, dann fragen Sie am besten direkt nach, bei diesen Leuten dort, in Italien. Die müssen es ja wissen.

Na ja, vielleicht hat die Behörde des besagten Dorfes auch nur einen Beamten, der extrem schlecht in Mathematik ist und die Statistik daher falsch erstellt hat. Falls dem so wäre, ein Tipp: Vitamin D würde helfen. Oder Dextrose.

Joschka schlägt sie alle

30. April 2018

Über Joschka Fischer gäbe es so unglaublich viel zu erzählen, wissen Sie, da wird einem fast ein bisschen schwindelig. Versuchen wir es trotzdem: Joschka Fischer hat früher Polizisten verdroschen, an Demos, nur aus ideologischen Gründen natürlich, was ja irgendwie nicht so richtig zählt. Später hat er sich dann ein bisschen gemässigt und Karriere als Politiker gemacht (Bündnis 90/Die Grünen/die Violetten usw.). Privat ist er ein überdurchschnittlicher Heirater: Insgesamt fünf Mal ist er den Bund der Ehe eingegangen (Bündnis 5). Zudem wurde er als «Turnschuh-Minister» bekannt, weil er bei seiner Vereidigung als Irgendwas – eben – in Turnschuhen erschien (alle Vorgänger waren vermutlich «Halbschuh-Minister»). Am 12. April wird Joschka Fischer siebzig Jahre alt. Wir gratulieren herzlich und wünschen ein schönes, gewaltfreies Fest – es sei denn, aus ideologischen Gründen schlage einer zu.

Unbekannt 60

23. April 2018

Alec Baldwin ist jetzt nicht sooo sehr bekannt, wissen Sie. Filmfreunde kennen ihn vielleicht aus «Jagd auf Roter Oktober», «Notting Hill» (oh je, der ist doch mit Julia Roberts) oder «Pearl Harbor». Oder aus «Blue Jasmine», einem fantastischen Streifen, wirklich. Männerherzen (oder –Augen) mögen sich neidisch erinnern, dass Alec Baldwin einmal mit Kim Basinger verheiratet war. Sonderlich viele Auszeichnungen stehen auch nicht im Regal von Baldwin, vielleicht ein, zwei Emmys oder so. Viel ist da nicht. Na ja, jedenfalls wird Alexander Rae Baldwin III am 3. April sechzig Jahre alt. Wir gratulieren Ihnen herzlich, Herr Baldwin. Auch wenn Sie nicht sooo bekannt sind.

Ein Stück Filmgeschichte wird 60

21. März 2018

Welcher Filmfreund kennt sie nicht, die Szene im Film «Basic Instinct», in der Sharon Stone beim Verhör die Beine überschlagen hat und dann – wie soll man sagen – andersrum überschlägt (die Augen sind gar nicht der Spiegel der Seele). Das war 1992. Seither hat Stone nie mehr ganz an diesen Grosserfolg anknüpfen können, leider. Nein, sie war sogar mehrfach für den Negativpreis «Goldene Himbeere» nominiert (für die Leistung in «Basic Instinct» sogar gleichzeitig für einen positiven Golden Globe Award, was etwas unverständlich ist). Am 10. März wird Sharon Stone sechzig Jahre alt, wofür wir herzlich gratulieren. Wir Männer lieben Sie, Frau Stone, und sei es auch nur wegen einer einzigen Szene.

Geschüttelt

17. März 2018

Daniel Craig ist eben nicht nur James Bond. Darauf muss man schon Wert legen, als Schauspieler. Craig hat in vielen anderen, teils sehr guten Filmen mitgewirkt wie zum Beispiel «Lara Croft: Tomb Raider» (Film über grosse Brüste), «München» (Film über Bremen) und «Star Wars: Das Erwachen der Macht» (bum-bum, peng-peng). Dennoch hat Craig relativ wenige Preise gewonnen und – sofern uns das Internet nicht anlügt – tatsächlich keinen Stern auf dem Walk of Fame. – Wie erfrischend, Gratulation! Am 2. März wird Daniel Craig fünfzig Jahre alt, herzlichen Glückwunsch! Sie sind ein toller Schauspieler und uns Filmfreunden nicht nur als James Bond bekannt. – Sondern auch als 007.

Rock n‘ shock

26. Februar 2018

Was viele nicht für möglich halten würden: Obwohl Alice Cooper auf der Bühne regelrechte Horrorshows inszeniert – mit viel düsterer Schminke, Kunstblut, Folterungen und sogar Enthauptungen – ist der Schockrocker privat ein gläubiger Katholik. Die Titel «School’s Out» oder «Poison» (wird auch im Radio gespielt) sollten dem geschulten Ohr ein Begriff sein. Cooper wurde auch in die «Rock and Roll Hall of Fame» aufgenommen und hat – na, klar! – einen Stern auf dem Walk of Fame. Hut ab! Am 4. Februar wird Alice Cooper siebzig Jahre alt. Wir gratulieren herzlich, Mister Cooper! – Sie schockieren mehr denn je, inzwischen sogar ohne Schminke im Gesicht.

Literatur pur

24. Februar 2018

Elke Heidenreich hat jeweils den «Literaturclub» im Schweizer Fernsehen moderiert. Sie ist also sozusagen eine von uns. Heidenreich ist sehr gescheit und hat viele Bücher geschrieben. Was viele nicht wissen: Sie ist Teil eines Komitees in Köln, das die «Alternative Kölner Ehrenbürgerschaft» vergibt. Was in aller Welt ist eine Alternative Ehrenbürgerschaft? Item. Auch Heidenreich hat eine Menge an Auszeichnungen verliehen bekommen, von denen die mit dem doofsten Namen vermutlich die «Kalbacher Klapperschlange» sein dürfte. Na ja, kein Kommentar dazu. Am 15. Februar feiert Elke Helene Heidenreich ihren fünfundsiebzigsten Geburtstag. – Wir sprechen eine herzliche alternative Gratulation aus!