Archive for the ‘Schöner leben’ Category

Ray Ban

12. Dezember 2017

Für «Ray», der vom blinden Ray Charles handelt, hat Jamie Foxx einen Oscar als bester Hauptdarsteller eingeheimst. Doch Foxx – der eigentlich Eric Marlon Bishop heisst – hat in vielen weiten Filmen mitgewirkt, so auch in «An jedem verdammten Sonntag» (der zwar nicht sonderlich gut ist, in dem jedoch Cameron Diaz ebenfalls mitspielt), im hervorragenden Film «Django Unchained» von Quentin Tarantino oder in der relativ neuen Produktion «Baby Driver». Zudem singt er sehr erfolgreich und hat bereits diverse Alben auf dem Markt. Am 13. Dezember hat Jamie Foxx fünfzig Lenze auf dem Buckel. Herzliche Gratulation, Mister Foxx, Sie sind ein Tausendsassa. Wir erblinden vor Neid.

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Alicein Schwarzerin

10. Dezember 2017

Wer Alice Schwarzer verstehen (und schätzen) lernen möchte, der sollte erst einmal die von ihr initiierte Zeitschrift «Emma» lesen (oder war es «Hustler»?) Auch wir Männer – die wir ja alle potentielle Vergewaltiger sind – sollten uns mit der Ideologie von Frau Schwarzer vertraut machen. Und uns danach umbringen. Wohl keine Frau hat mehr für den Feminismus geleistet als Alice Schwarzer. Demensprechend hat sie viele Auszeichnungen mit teils lustigen Namen erhalten: Die «Dr. Kurt Neven DuMont Medaille» zum Beispiel, das «Bundesverdienstkreuz» (oder lieber «Bundesverdienstinnenkreuz») oder den «Goldenen Putzlappen». Am 3. Dezember darf Alice Schwarzer ihren fünfundsiebzigsten Geburtstag feiern. Wir gratulieren Ihnen herzlich, Frau Schwarzer, Sie haben viel für die Menschheit getan. Und nein, ich habe noch niemals die «Emma» gelesen.

Im Namen der Unterhose

19. November 2017

Beim Namen Calvin Klein denken die meisten Leute an eine tendenziell überteuerte Jeanshose. Tatsächlich hat Klein die Designer-Jeanshose für den Massenmarkt entworfen und uns alle damit glücklich gemacht. Inzwischen gibt es von Damenunterwäsche, Schmuck, Parfüm, Dildos, Frottierwäsche und Uhren alles unter dem Calvin Klein-Label zu kaufen (Sie haben es bemerkt: Parfüm habe ich in die Aufzählung reingeschmuggelt). Nicht unerwähnt lassen wollen wir natürlich die sehr einprägsamen Werbekampagnen von Calvin Klein Underwear, für die sich unter anderem Supermodel Kate Moss ablichten und an Plakatwänden aufhängen liess (also, Sie verstehen …) Sie sehen: Calvin Klein haben wir eine Menge zu verdanken. Am 19. November feiert Calvin Richard Klein seinen fünfundsiebzigsten Geburtstag. Wir wünschen alles Gute! Und ja, auch wir tragen Ihre Unterhosen.

Bumm-Bumm

17. November 2017

Boris Becker ist ein Tausendsassa: Er ist der jüngste Spieler, der das legendäre Wimbledon-Turnier gewonnen hat. Wer kann das schon von sich behaupten? (ähm … nur einer). Er war einer der besten «Serve-and-Volley-Spieler» überhaupt und bekannt für seinen Hammerharten Aufschlag, der ihm zeitweise den Spitznahmen «Bumm-Bumm-Boris» einbrachte. Egal ob auf Sand, Rasen oder Linoleum, auf dem Tennisplatz oder in der Besenkammer: Becker macht immer eine gute Figur. Natürlich hatte er auch Ärger mit der deutschen Steuerbehörde, was bei Promis in Deutschland sozusagen zum guten Ton gehört. Und er ist pleite (war jedenfalls in der «Bild» zu lesen). Am 22. November feiert Boris Franz Becker seinen fünfzigsten Geburtstag. Wir gratulieren Ihnen ganz herzlich, Herr Becker! Wir lieben Sie und Ihren Stil, selbst wenn wir keinen blassen Schimmer haben, was ein «Serve-and-Volley-Spieler» ist.

Birgit vor, noch ein Tor!

28. Oktober 2017

Wie bitte, Sie kennen Birgit Prinz nicht? – Das ist doch die mit diesem Sport da, mit diesem Frauenfussball! Frauenfussball ist im Grunde wie Männerfussball, einfach ohne Zuschauer. Tatsächlich wurde Birgit Prinz drei Mal Weltfussballerin des Jahres, und kein Mensch – nein: auch kein Mann! – hat für die deutsche Nationalmannschaft je so viele Tore geschossen wie Prinz, nämlich hundertachtundzwanzig. Ausserdem ist sie Diplom-Psychologin, was im Fussball-Business jetzt nicht unbedingt so üblich ist. Am 25. Oktober wird Birgit Prinz vierzig Jahre alt. Wir gratulieren Ihnen, Frau Prinz, und ziehen den Hut vor Ihren Leistungen. Wobei, Hand aufs Herz: Frauenfussball, das ist ja wie Männer-Synchronschwimmen, irgendwie, nicht?

Auf Zack

24. Oktober 2017

Zac Efron ist ein Jungspund. Dank dem Streifen «High School Musical» hat Efron – vor allem in den Teenager-Reihen – eine sehr grosse Popularität erlangt. Für Musikfilme allerdings möchten wir hier nicht allzu viel Druckerschwärze vergeuden, zumal «Dirty Dancing» dieses Genre vollkommen verdorben hat (ja, auch die Szene im Wasser ist unterirdisch schlecht). Efron hat in diversen anderen Filmen und Serien mitgespielt, auch ohne Gesang (wer hat hier applaudiert?) Und die Liste seiner Auszeichnungen kann sich sehen lassen: Mehrere «Teen Choice Awards», ein «Blimp Award» (was zur Hölle ist das?) und viele, viele andere wichtige Preise stehen im Regal. Am 18. Oktober stehen dreissig Kerzen auf Zac Efrons Geburtstagstorte. Wir gratulieren herzlich. – Und verleihen Ihnen feierlich einen «Schwubedibupp Award».

Heute: Die Einbildung

8. Oktober 2017

Eine Weiterbildung macht natürlich erst dann richtig Sinn, wenn unser Umfeld bemerkt, dass wir eine solche absolviert haben. Das ist ein immens wichtiger Punkt, den viele Arbeitnehmer vollkommen vernachlässigen. Sie investieren viel Zeit und Geld, und am Ende profitieren nur sie selbst davon, ganz egoistisch. Die Mitmenschen gehen leer aus und bleiben gefangen in Ihrem Unwissen. Das Schlimmste: Die Anderen sind sich dessen nicht einmal bewusst.

Dies hier wäre ein unseriöser Beitrag, wenn folgend nicht ein paar wertvolle Tipps aufgeführt würden, um den Wissenstransfer auf die Umwelt sicherzustellen («Wissenstransfer» ist übrigens ein sehr dummes Wort, das ich im letzten Kurs aufgeschnappt habe, leider). Also, los geht’s!

Sagen Sie niemals «ich habe eine Weiterbildung gemacht», denn dieser Satz ist an Falschheit kaum zu überbieten. Richtig ist «ich habe eine Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen». Das ist ein grosser Unterschied, denn viele Studentinnen und Studenten eignen sich alles nötige Wissen an und vermögen danach dieses Wissen – das gleich umfangreich ist wie bei den erfolgreichen Mitstudierendinnen – an den Prüfungen nicht abzurufen. Auch das ist Wissenstransfer. Also, immer schön erfolgreich sein.

Arbeiten Sie nach dem Diplom nicht nur anders, sondern sprechen Sie auch anders. Englische Wörter runden Ihre professionelle Rhetorik ab, denn Sie erledigen Plain Vanilla Aufgaben straight on, damit die Performance stimmt. Natürlich ist dies am Anfang ein Challenge, doch Ihre Skills werden sich rasch verbessern. Übung macht den Master.

Geben Sie Arbeitskollegen, die nicht eine gleichwertige Ausbildung gemacht haben, dies auch zu verstehen. Diskrete Bemerkungen wie «wie hiess die Schule nochmals, die sie gemacht haben?» oder «Entschuldigen sie meine komplizierte Wortwahl, es sitzen ja auch Nicht-Akademiker am Tisch» helfen, die informelle Hierarchie aufrecht zu erhalten. Es ist sehr schade, wenn uns an einer Sitzung jemand ins Wort fällt, der nicht das gleich hohe Bildungsniveau aufweist wie wir. Die Firma würde ins Verderben rennen.

Gerade bei Besprechungen ist es hilfreich, den Arbeitskollegen Hinweise auf die entsprechende Fachliteratur zu geben, um eigene Aussagen zu untermauern. Es gilt der Grundsatz: Was nicht fundiert belegt werden kann, ist eine Behauptung und damit irrelevant. Profis nennen nicht nur Autor und Titel sondern auch Kapitel und womöglich Seitennummer des Fachbuches. Das Prinzip gilt für alle Themenbereiche, von «Kopierpapier nachfüllen» bis «Nuklearsprengkopf aktivieren».

Gut, damit haben wir die wichtigsten Regeln abgedeckt. Sie sind nun gerüstet für die Karriere. Nur noch etwas möchten wir Ihnen mit auf den Weg geben: Wenn Ihnen jemand sagt, Sie sollen nicht so geschwollen sprechen, dann erwidern Sie entschlossen: «diese unqualifizierte Formulierung erscheint mir nicht adäquat». Apropos geschwollen: Ein anschwellendes Auge sollte sofort mit Eis gekühlt werden, um eine grössere Schwellung zu vermeiden. – Viel Erfolg!

Sammer fünfzig!

27. September 2017

Normalerweise werden im Fussball die Stürmer berühmt, sie schiessen schliesslich die Tore – oder sollten es zumindest. Matthias Sammer wurde als Defensivspieler bekannt, und ja, liebe Damen, jetzt müssen auch Sie ganz ernst und interessiert gucken, denn seit der Euphorie der Schweizer Frauen-Fussball-Nationalelf … – ach, was soll’s! Jedenfalls hat Sammer lange Zeit bei Borussia Dortmund gespielt und viele Erfolge gefeiert. Er wurde 1996 sogar zum Europäischen Fussballer des Jahres erkoren (gähn) und ihm wurde unter anderem der «Ballon d’Or» verliehen (doppel-gähn). Zudem war er als Trainer und Funktionär tätig. Am 5. September wird Matthias Sammer fünfzig Jahre alt. – Herzlichen Glückwunsch und alles Gute! Obwohl wir ehrlich gesagt Stürmer schon besser finden.

Fünfundsiebzig

24. September 2017

Wenn Ihnen Kommissar Guido Brunetti nichts sagt, dann brauchen Sie auch Donna Leon nicht unbedingt zu kennen. Leon ist nämlich die erfolgreiche Autorin der Krimis, in denen Brunetti jeweils irgendwelche Fälle löst. Auf «Venezianisches Finale – Commissario Brunettis erster Fall» folgte «Endstation Venedig – Commissario Brunettis zweiter Fall» und danach – Belletristik-Freunde rund um den Erdball waren überrascht – «Venezianische Scharade – Commissario Brunettis dritter Fall». Tatsächlich geht das so weiter bis zum sechsundzwanzigsten Fall (den siebenundzwanzigsten musste vermutlich Inspektor Derrick lösen). Na ja, auf jeden Fall wird Donna Leon am 28. September fünfundsiebzig Jahre alt. Wir gratulieren Ihnen herzlich, Frau Leon! Guido Brunetti würde es uns sicher gleichtun. Zum fünfundsiebzigsten Mal.

Der Preis ist heiss

26. Juli 2017

Uff, der sieht aber älter aus, als er in Wirklichkeit ist: Harald Schmidt wird am 18. August sechzig Jahre alt. Tatsächlich. Freunden guter Unterhaltung wurde Schmidt bekannt durch «Die Harald Schmidt Show» auf Sat 1, die wirklich sehr ziemlich gut war (danke, liebe Pointen-Schreiber!) Schmidt ist jedoch auch Autor, Schauspieler, Moderator, grauhaarig und vieles mehr, womit wir bei eine Auswahl der wichtigsten Auszeichnungen angekommen wären: «Hildegard-von-Bingen-Preis», «Preis der beleidigten Zuschauer», «Goldener Wuschel» und «Preis-für-die-Entgegennahme-der-Auszeichnung-mit-dem-doofsten-Namen-Preis». Und jetzt wird er also sechzig, unser geliebter Harald Schmidt. Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag. Die grauen Haare stehen Ihnen gut, irgendwie.