Posts Tagged ‘Bern’

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30. Januar 2016

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Dez. 2015, an der Emme irgendwo im Kanton Bern

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24. Februar 2015

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Irgendwo im Kanton Bern, 2014

Brunnen

12. Januar 2015

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Brunnen, Trubschachen BE, 2014

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17. Dezember 2014

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Irgendwo im Kanton Bern, 2014

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29. Oktober 2014

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irgendwo im Kanton Bern, September 2014

Football’s coming home

10. Mai 2014

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Hinterarni BE, 2014

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20. April 2014

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Hinterarni BE, 2014

Irgendwo …

14. Oktober 2013

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… in einem Café. Bern, 2013

Pissoir Rating #12, Lirum Larum, Bern

29. Juni 2012

Ein Lichtblick für Teile des Mannes, die das Tageslicht in der Regel nicht allzuoft erblicken ist zweifelsohne das Lirum Larum an der Kramgasse 19 in Bern. Das Café selbst ist übrigens sehr schön und zweifelsohne einen Besuch wert. Aber kommen wir zu den elementaren Dingen: Für die Toilettenanlage – aus architektonischer Sicht eher seicht und nicht sonderlich herausragend – hat sich Managerin Alice Schwarzer etwas besonderes für die Zielbecken einfallen lassen. Directors Cut. Oder: Die Geburt des gepflegten Pissoirhumors. Ja, das mit Alice war ein Scherz, sorry.

Das Ganze erinnert ans Autotuning: Aus einer genormten 0815-Schüssel (z.B. Golf GTI) wird nach ein paar wenigen, stylischen Anpassungen ein Augenfang, worin man gerne sein Geschäft verrichtet (okay, okay, bleiben wir anständig). Der Vergleich hinkt ohnehin, weil getunte Autos im Volksmund eher als Verlängerung gelten, nicht als Kürzung. Auf dem zweiten Pissoir der Anlage ist übrigens ein Fleischwolf abgebildet.

Sanfte Gemüter sollten dieses Café nur mit bereits entleerter Blase besuchen. Es wurde bereits von traumatisierenden Pinkelerlebnissen berichtet. Das Repertoire reicht vom desillusionierenden Harnstau bis zu Alpträumen, die mit nicht zugelassenen Medikamenten behandelt werden mussten. Manch einer kommt etwas nachdenklich zurück an den Tresen nach dem Wasserlassen. Aber wer will schon kritisch sein.

Wer als akustische Untermalung Musik à la Hitchcocks Psycho erwartet hätte, sieht sich enttäuscht. Es rieselt die normalste Musik der Welt auf den Pinkler hernieder – so normal, dass sich der Bewerter nicht einmal daran erinnern kann. Das gibt Abzüge. Insgesamt werfen wir jedoche eine glatte 5 ins Rennen. Denn die Idee ist in der eher düsteren eidgenössischen Pissoirlandschaft ein heller Schein am Horizont. Bravo!

schnipp schnipp

schnipp schnipp

Pissoir Rating #9 – McDonald’s Restaurant, Zeitglockenlaube Bern

21. April 2010

Bern ist schön. Unbestritten. Und gerade bei Touristenmagneten wie dem Zeitglockenturm werfen Kenneraugen natürlich einen besonders kritischen Blick auf die sanitären Anlagen. Ausländische Herren sollen ja zu Hause von prägenden Erlebnissen erzählen können. Da drängt sich ein Rating bei einer urschweizerischen Institution geradezu auf.

Hand in Hand mit der Frage, warum neben nahezu allen historischen Monumenten oder Sehenswürdigkeiten dieser Welt (als ob ich das wüsste!) entweder eine Starbucks- oder eben eine McDonald’s-Filiale steht. Auf diese Frage kann und will ich nicht eingehen, weil dies unweigerlich in politische Sphären führen würde, was niemand, niemand von uns will, glauben Sie mir.

Na gut, McDonald’s-Filialen hatten wir schon Mal im Rating. Und so grosse Unterschiede kann es ja nicht geben, oder? Die Fastfood-Kette ist ein sicherer Wert in Sachen Sauberkeit. Was mir bis anhin nicht aufgefallen ist in anderen Filialen: Das Wickelbrett ist – wie in den Couchette-Nachtzügen das Bett – zur Wand hinaufgeklappt und lädt zum Verweilen ein. Im Unterschied zu vielen anderen Orten ist bei McDonald’s der Wickelraum nicht im Damen-WC untergebracht. Von wegen Diskriminierung Kinderscheisse-Putzender Männer. Danke, Alice Schwarzer! (ach, nein, Du bist ja gegen Kinder, sorry).

Ebenfalls positiv schlägt sich das ungemein gute Gefühl des wasserlosen urinierens nieder. Genauer gesagt, das Verrichten des kleinen Geschäfts in sogenannte Urimate, die Chemie sei Dank ohne Wasser funktionieren, was McDonald’s (vergl. auch Pissoir Rating Autobahnraststätte Kölliken) jedem Säulenstellenden auch kundtut. Tue Gutes und sprich darüber: „Ohne Wasser Wasser lassen“ oder „McDonald’s ist seit 2002 trocken“ lauten die Slogans.

Der Riese spart 22 Millionen Liter Wasser pro Tag. Oder Jahr, meinetwegen. Und das, meine Herren, ist schon ein ungemein tolles gefühl. So beim Pinkeln. Sie müssen sich das einmal vorstellen. Ja, stellen Sie sich einmal – sagen wir – stellen Sie sich einmal 22 Millionen Literflaschen Cola vor, die auf einem Parkplatz stehen. So viel ist das. Oder, nein, sagen wir Fantaflaschen (okay, den nehm ich zurück, der ist etwas eklig. Wobei es ja eigentlich um das Spülwasser geht). Na also. Geil, oder?

Nach zweimaligem Lesen des Slogans „McDonald’s ist seit 2002 trocken“ gerate ich allerdings ins Grübeln. Nicht, dass während des Pinkelns für zivilisierte Leute besonderer Anlass gegeben wäre, nachzudenken, nein. Es ist auch nicht so, dass ich speziell viel Wasser gelassen hätte. Es war einzig und allein der Spruch. Wird hier ein Kontext zwischen Pinkeln und Alkoholismus geschaffen? Oder zwischen Fastfoodkonsum und Alkoholikern? Fragen über Fragen.

Wir vergeben folglich Note 4.5. Positiv ist schlägt sich zweifelsohne die Hygiene nieder. Negativ hat sich sicherlich der Umstand ausgewirkt, dass der Zeitglockentum vom stillen Örtchen her nicht gesehen werden kann. Lächerlich? – Keineswegs. Wo sonst als beim entspannten Wasser lassen könnte denn sonst der Blick auf das Berner Wahrzeichen besser genossen werden? Denn, wissen Sie: Bern ist schön. Unbestritten. Egal ob Cola oder Fanta.