Posts Tagged ‘Frankreich’

Carcassonne

12. Dezember 2016

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Carcassonne, Frankreich 2016

no comment

6. November 2016

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Carcassonne, Frankreich 2016

no comment

31. Oktober 2016

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Carcassonne, Frankreich 2016

street art

21. Oktober 2016

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Marseillan, Frankreich 2016

Carcassonne

17. August 2016

P1130297Carcassonne, Frankreich 2016

Plakat

5. August 2016

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Carcassonne, Frankreich 2016

Marseillan II

29. Juli 2016

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Frankreich 2016, Marseillan

Marseillan

20. Juli 2016

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Marseillan, Frankreich, 2016

Ab durch die Mitte

25. Juni 2016

Frankreich ist ein zentralistischer Staat. Im Fussball ist dies klar und deutlich zu erkennen. Torchancen der «Bleus» haben mit statistisch relevanter Häufigkeit ihren Ursprung im zentralen Mittelfeld, entweder von rechts oder links. Sagenhafte hundert Prozent der Elfmetertreffer erfolgen durch die Mitte. Die meisten Tore kassieren die Franzosen denn auch von Gegnern, deren Nation nicht zentralistisch organisiert ist. Der Schweizer Sturm zum Beispiel greift auffallend oft über die linke Seite an. – Von den Franzosen aus gesehen.

Das Tor steht in der Mitte. Die Regeln wollen es so. Auch das spielt Frankreichs Fussballern in die Hände. Denn der Kopf des französischen Spielaufbaus ist ganz klar das zentrale Mittelfeld. Nicht verwunderlich also, dass an der Weltmeisterschaft 2006 Zinédine Zidane mit dem Kopf einen italienischen Gegenspieler niedergestreckt (Jargon: geköpft) hat. Das Köpfen hat bei unseren westlichen Nachbarn eine lange Tradition. Auch das ist zentral. Manchmal befiehlt der französische Trainer Didier Deschamps eine Aufstellung mit einer hängenden Spitze. Das steht hier völlig ohne Zusammenhang, ich weiss.

Es gibt Fussballexperten, die sagen, Fussball sei eine reine Kopfsache. Manchmal sagt das sogar unsere helvetische Lieblings-Fussballexpertin Alain Sutter (Alain ist sozusagen das sportliche Pendant zum Bildungs-Guru Beat Zemp, der immer die Hand hebt, wenn in den Medien das Wort «Schule» fällt). Sollte Fussball tatsächlich eine reine Kopfsache sein, dann wäre das natürlich ein immenser Vorteil für «L’Èquipe tricolore». Ein Schelm, wer hier von Übervorteilung spricht. Didier Deschamps ist im eigentlichen Sinne auch ein Fussballexperte, trotz seines doof klingenden Namens.

Auf den Trikots der Nationalelf ist – wie Modefreunde längst erkannt haben dürften – ein Hahn abgebildet. Es ist bestimmt kein Zufall, dass die Ausrüster dieses Tier gewählt haben, denn Hühner (das sind die Frauen der Hähne) legen ihre Eier aus dem Zentrum heraus. Man bemerke die subtile Anspielung auf die Stärke des Teams. Über den gleichen Kanal scheiden Hühner übrigens … – aber darüber vielleicht ein anderes Mal, nach dem Frühstück.

Summa summarum dürfen wir festhalten, dass die französische Nationalelf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Fussball-Europameisterschaften für sich entscheiden werden. Das ist die Wahrheit, und wenn sie noch so unangenehm ist. Und wenn nicht, dann auch egal. Die Freude am Fussballfest steht schliesslich im Zentrum.

Enorm in Form

13. Juni 2016

Neulich war der ehemalige Schweizer Fussballer Andy Egli beim Fernsehen als Experte eingeladen. Er sagte sehr, sehr viele interessante Dinge, wovon mich ein Zitat noch heute bis in meine wildesten Träume verfolgt: «Er hat nicht zu seiner Form zurückgefunden, die er nie hatte» (bitte nicht missverstehen, niemand hier hat etwas gegen Andy Egli, ausser vielleicht, dass er einmal für GC gespielt hat). Ja, Experten essen hartes Brot. Zuschauer auch.

Eines der schönsten Dinge am Fussball ist nicht das Spiel selbst, sondern das Geplauder vor, während und nach dem Spiel. Und: Jeder kann mitplaudern! Wichtig ist nur, beim Reden richtig ernst zu gucken und bei einem allfälligen Widerspruch sofort Beweise zu verlangen. Nach ein bisschen Übung werden Sie als Experte respektiert und haben somit das Privileg, nur noch von sich selbst Widerspruch zu erwarten. Der Ball ist rund.

Wir können zum Beispiel behaupten: «Er kann das Spiel lesen». Das geht immer. Vermutlich hat der Stürmer in seinem Leben noch keine zwei Bücher gelesen, niemand unserer Gesprächspartner jedoch kann uns beweisen, dass genau dieser Spieler das Spiel nicht lesen kann. Also ist es die Wahrheit. Im Fussball läuft das so. Entweder pfeift der Schiedsrichter oder nicht. Das Runde muss ins Eckige, schliesslich.

Einer meiner Lieblings-Fussballkommentatoren im Schweizer Fernsehen (keine Ahnung, warum das hier im Kontext mit Experten steht), sagt ständig «er hat antizipiert». Ständig! Die Schweizer Nationalmannschaft antizipiert auf dem Rasen herum, das glauben Sie gar nicht! Häufig geht dabei das Tore schiessen ein bisschen in Vergessenheit. Mit solchen Wiederholungen manövriert man sich ins Abseits, als Kommentator.

Es gibt auch Dinge im Fussball, die sind einfach so. Da braucht es keine Erklärungen. Zlatan Ibrahimovic zum Beispiel spielt für Schweden. Obwohl sein Name eher klingt, als würde er für die Schweizer Nationalelf auflaufen. Und Ibrahimovic ist einer der besten Spieler der EM. – Wobei, warten Sie, er ist nicht mehr der Jüngste und hat nicht zu seine Form zurückgefunden … – Schluss jetzt, viel Vergnügen bei der Fussball-EM!