Heute: Grammatikbetrachtung

In der Schule lernen Kinder nicht mehr «Grammatik», nein, sie lernen «Sprachbetrachtung». Das ist neu. Und gut. Sagen Sie niemals, dass Jamie eine Pfeife ist in Grammatik. Er hat bloss eine suboptimale Sprachbetrachtung. Die Welt rettet man eben nicht, indem man etwas sagt, sondern, indem man es auf die richtige Art und Weise sagt. Kilogramm bleibt Kilogramm, übrigens, und Zebras bleiben gestreifte Pferde.

Wir sollten Worte nicht unterschätzen. John F. Kennedy sagte einmal «ich bin ein Berliner» und alle wussten haargenau: Der lügt. Über sein späteres Schicksal wissen wir ja Bescheid. Radikale Feministinnen nehmen es JFK noch heute übel, dass er nicht gesagt hat, er sei eine Berlinerin. Kinderinnen hat er nicht einmal erwähnt. Schlimm genug.

Worte sind mächtig. Nicht wenige Menschen glauben an die Autosuggestion (Deutsch: sich selber belügen) und meiden Worte, die sich negativ auf ihr Unterbewusstsein auswirken könnten. Wer zum Beispiel eine Diät macht, sollte nicht zu oft über schwere Dinge sprechen. Übergewichtige Menschen träumen statistisch gesehen häufiger von leichten Dingen als Kleinwüchsige von Dünger. Traumforscher wiegen im Schnitt mehr als Ernährungsberater, die jedoch abwägender sind.

Bevor wir vollständig ins Nirwana der Worte abschweifen: Obwohl Worten Taten folgen sollen, wird immer noch weit mehr gesprochen als getan. Mit Taten tun sich viele Leute schwer. Man sollte entweder weniger reden oder mehr tun. Dies dürfen wir tatsächlich wortwörtlich nehmen, denn es ist keine Frage der Sichtweise. Auch nicht der Sprachbetrachtung.

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2 Antworten to “Heute: Grammatikbetrachtung”

  1. Manu Says:

    Haha großartiger Beitrag! „Berlinerin und Kinderinnen“ haben mich laut auflachen lassen 🙂 lg

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