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24. Juni 2017

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Zürich 2017

Tränen des Glücks

17. Juni 2017

Kai Pflaume ist der Moderator von «Nur die Liebe zählt», einer Sendung, die sozusagen direkt in die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer ausgestrahlt wird. In der Show werden Menschen, die sich über Jahre – ach, was sage ich: Jahrhunderte! – hinweg nicht gesehen haben, total überraschend wieder zusammengeführt (egal, ob das alle beide wollen oder nicht) und brechen dann meistens in Tränen aus. Manchmal Freudentränen. Tatsächlich hat Pflaume sehr viele verschiedene Sendungen erfolgreich moderiert, erstaunlicherweise jedoch nur einen «Bambi» und den «Bayerischen Fernsehpreis gewonnen». Am 27. Mai feiert Kai Pflaume seinen fünfzigsten Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen alles Gute! Bitte nicht traurig sein wegen der Preise, denn: Nur die Liebe zählt!

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14. Juni 2017

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Zürich 2017

Egal

12. Juni 2017

Unisex-Toiletten machen das Leben noch komplizierter als es ohnehin schon ist. Während in guten, alten Zeiten nur vor Damentoiletten Meterlange Warteschlangen zu erwarten waren, drohen nun vor diesen Gleichstellungs-Genderdingsda-Toiletten bittere Unglücke zu passieren, weil die Zeit einfach nicht ausreicht. Sie mögen die Wortwahl verzeihen, doch dies ist zweifelsohne ein Scheissthema.

Die vielgehörte Aussage von Frauen, dass öffentliche Damentoiletten «viel, viel verschmutzter» seien als Männertoiletten, waren Balsam für Männer, die in anderen Bereichen bekanntlich nicht eben für besondere Reinlichkeit verschrien sind. Mit der Unisex-Toilette fällt also eine letzte Männerbastion in diesem Territorialkrieg der Chromosome, eine weitere Niederlage.

Aus psychologischer Sicht vielfach ignoriert ist die Tatsache, dass viele – ansonsten sehr toleranten – Damen ein Problem damit haben, sich auf eine Brille zu setzen, die von einem männlichen Vorgänger gewärmt ist. Nicht wenige (Männer wie Frauen) rümpfen bereits die Nase, wenn sie in einem Zugwaggon auf einen vorgewärmten Sitz platznehmen müssen. – Natürlich erst seit der Einführung von Unisex-Zugwaggons. SBB-Zugtoiletten sind seit jeher unisex, also alle in etwa gleich stark verschmutzt.

So bleibt der gepeinigten Männerseele lediglich das Pissoir, das – wie ein Fels in der Brandung – sämtliche Versuche der Gleichstellung überlebt hat. Vor ein paar Jahren würde ein Pilotversuch für Frauen gestartet, die mit einer Art Dachrinne aus Papier dem Stehpinkeln frönen durften. Offenbar scheiterte der Versuch, wobei uns die genauen Gründe unbekannt geblieben sind. Vermutlich würden die anfänglichen Probleme ausgesessen.

Fazit von diesen aus Gleichstellungs-Sicht immens wertvollen Überlegungen: Unisex ist auf jeden Fall eine Bereicherung für wirklich alle Menschen jeglichen Geschlechts. Und – fast hätte ich es vergessen: Sogar für die Frauen.

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8. Juni 2017

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Technorama Museum Winterthur, 2016

Wer hat den Grössten?

25. Mai 2017

Aus psychologischer Sicht keinesfalls zu unterschätzen ist der Kürbisneid: Hat der elende Spiesser ennet dem Zaun einen grösseren Kürbis in seinem Beet liegen als man selbst, dann kann er noch so freundlich grüssen und immerzu Kopfsalat anbieten, nein, dann hat er jegliche Sympathien verloren. Möge saurer Regen seine Parzelle heimsuchen und für immer unfruchtbar machen.

Nein, es geht hier nicht um profane Dinge wie Frau, Haus, Yacht und Auto. Es geht um Kürbisse, den Prestigeobjekten ohne Gleichen. Warum sonst findet der interessierte Gartenfreund mindestens einmal pro Jahr in der Zeitung ein Foto mit dem preisgekrönten, grössten Kürbis. Daneben stehen der stolze Züchter und die schönsten Frauen dieses Planeten, und jeder weiss: Unmittelbar nach dem Fototermin werden sie einen üblen Ringkampf darum ausführen, wer den Gärtner ehelichen darf (so ist vermutlich Schlamm-Catchen erfunden worden).

Der Siegerkürbis selbst ist so gross und schwer, dass er mit einem Hubstapler transportiert werden muss, und bietet damit dem ambitionierten Hobbygärtner, der nicht gewonnen hat, einen willkommenen Spielraum für Ausreden: «Ich hätte für den Transport durch fünfzehn andere Schrebergarten-Parzellen fahren müssen» oder «diese Diesel betriebenen Hubstapler sind doch Dreckschleudern» sind die Favoriten. Eine Frage der Ehre.

Denn zuzugeben, dass man all seine Energie in die Aufzucht eines Kürbis gesteckt und dennoch nicht den grössten gezüchtet hat, das wäre ein Gesichtsverlust, ein Zeichen für das Ungenügen. Für Impotenz. Dies gilt es unter allen Umständen zu vermeiden, denn gekränkte Hobbygärtner können sehr unberechenbar reagieren und haben Zugang zu Spitzhacken. Niemand will hier den Teufel an die Wand malen, aber, wie Krimifreunde längst wissen: Der Gärtner ist immer der Mörder. Und er hat ein Motiv.

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17. Mai 2017

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Technorama Winterthur, 2016

Gib Gas!

12. Mai 2017

Der Zweite ist der erste Verlierer. Nick Heidfeld hat insgesamt dreizehn Mal auf dem Podest gestanden, allerdings niemals an oberster Stelle. Das macht ihm so schnell keiner nach, es ist ein Rekord! Die Formel 1 ist – ganz im Gegensatz zur landläufigen Meinung – nicht nur ein dummes im Kreis Herumfahren für Vollidioten. Nein, man muss auch Bremsen und Gas geben können. Und auf manchen Kursen warten Doppelkurven. Heidfeld hat für viele Rennställe am Steuer gesessen, auch mehrere Saisons für Sauber, was ihn ja zum Schweizer macht, irgendwie. Er ist einer von uns. Am 10. Mai wird Nick Heidfeld vierzig Jahre alt. Wir gratulieren Ihnen herzlich, Herr Heidfeld, und wünschen alles Gute! – Selbst wenn Sie auch bei uns nicht an erster Stelle stehen.

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10. Mai 2017

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Technorama Winterthur, 2016

Oh nein!

7. Mai 2017

Die Diagnose war niederschmetternd: Filterblasenentzündung. Mist! Bei einer herkömmlichen Blasenentzündung, dachte Claus-Theodor, trinkt man etwas Tee und setzt sich nicht mehr auf kalte Parkbänke, und gut ist. Aber eine … schrecklich! Claus-Theodor rief sofort seine Mutter an.

Natürlich war auch sie geschockt, zumal sie schon einmal einen Virus eingefangen hatte, der sogar das Virenprogramm … – aber das alles hatte Claus-Theodor bereits tausend Mal gehört. Er fühlte sich alleine. Was sollte er bloss tun? Die Blase würde nicht mehr richtig funktionieren.

Sollte er etwa über die nächsten Tage Informationen lesen, die er gar nicht lesen wollte? Sollte er – der er doch nie genügend Zeit hatte – sich mit Meinungen herumschlagen, die von irgendwelchen Deppen gepostet worden sind? Sollte er etwa eine Zeitung der Lügenpresse abonnieren? Nein, das war keine Option.

Claus-Theodor beschloss, seinen besten Freund darum zu bitten, ihm täglich die wichtigsten Geschehnisse zusammenzufassen und per e-Mail zu schicken. So lange, bis die Filterblase wieder in Ordnung war. Das war nicht zu viel verlangt, fand Claus-Theodor. Denn schliesslich waren sie im selben Turnverein, in der gleichen Partei und Anhänger des gleichen Fussballkubs.