Robologik

3. April 2018

Es ist alles so einfach. Während der elektronische Fahrassistent exakt berechnet, wie schnell wir unser Auto in die Kurve fahren dürfen, berücksichtigt der Fahrer mit Hilfe seiner natürlichen Intelligenz zeitgleich das Vorhandensein eines elektronischen Fahrassistenten und wickelt sein Gefährt stilsicher um den Kandelaber. Das, liebe Leserin, lieber Leser, ist die Zukunft: Das perfekte Zusammenspiel von Mensch und Maschine.

Während künstliche Intelligenz im Strassenverkehr Leben rettet, rettet sie in der Arbeitswelt tausende von Jobs. Jeder Legasthenie-geplagte Zweitklässler hat inzwischen der Presse entnommen, dass Robotik nicht nur – wie von kurzsichtigen Laien befürchtet – Arbeitsstellen vernichtet, sondern auch welche kreiert. Schliesslich muss die Maschine ja von jemandem gebaut und programmiert werden. Das ist einleuchtend.

Gefragt ist Flexibilität. So arbeitet halt Hanspeter Hugelshofer, der dreissig Jahre lang Pizzakartons zusammengefaltet hat, neu als konzeptioneller Programmierer von modernen Robotikprogrammen. Und die restlichen Hanspeters sind für Unterhalt, Reparatur und Wartung des Roboters zuständig. Tatsächlich haben wir es mit der sogenannten Win-Win-Situation zu tun, von der ständig alle reden. Das Wort «Wartung» kommt übrigens von «warten» (zum Beispiel am Schalter des «RAV»).

Natürlich gibt es ewige Miesmacher, die unqualifizierte Dinge sagen wie «Der Mann in unserem Beispiel wird sich die Fähigkeit nicht aneignen können, einen Roboter zu programmieren» oder «in Zukunft wird es nicht so viele Hanspeter benötigen wie bisher». – Na, wenn schon, geht doch heulen! Damals, nach der Erfindung der Dampfmaschine hat schliesslich auch … – na ja, der eine oder andere wird vielleicht nicht sofort etwas Neues finden, doch insgesamt profitieren alle.

Denn geht es der Wirtschaft gut, dann geht es dem Volk gut. Das ist ein Fakt, über den die Betroffenen einmal nachdenken sollten, anstatt ständig zu jammern. Es geht um Wohlstand. Abgesehen davon hören wir von überall her, dass wir in der Schweiz zu wenig Freizeit hätten. Sie sehen: Genau hier hilft Robotik. Es ist alles so einfach.

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29. März 2018

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Luzern 2017

Danke für nichts

25. März 2018

Was haben wir nicht alles den Achtundsechzigern zu verdanken. Wissen Sie, heute mag man darüber lachen, aber damals war das alles ja noch nicht so selbstverständlich wie heute. Es war anders. Die Jungen mussten Kämpfen. Und die Mädchen auch. Die Achtundsechziger ebneten den Weg für uns, die wir heute in einer viel, viel besseren Welt leben. Früher zum Beispiel gab es den Kalten Krieg. Heute gibt es echte Kriege.

Damit nicht genug. Hätte es die Achtundsechziger nicht gegeben, dann hätte es auch nie die Neunundsechziger gegeben. Ganz klar. Die Siebziger und – ganz schlimm – die Achtziger hätte es auch nicht gegeben. Nena zum Beispiel: Inexistent. Yoga auch, zumindest in Westeuropa (was würden Frauen bloss ohne Yoga machen). Der Tesla wäre auch nie erfunden worden. Das ist Chronologie, verstehen Sie. Und Logik.

Den Achtundsechzigern haben wir also eine ganze Menge zu verdanken. – Wobei, warten Sie. Da war doch auch der Irakkrieg, später. Oder 9/11. Oder Aids, also alles schlimme Sachen, die niemals passiert wären, hätten passieren können. Und das kann einen ganz schön wütend stimmen, bei näherem Nachdenken. Ehrlich. Fuchsteufelswild. Also, mit anderen Worten: Danke für nichts. Basta.

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22. März 2018

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Paris 2017

Ein Stück Filmgeschichte wird 60

21. März 2018

Welcher Filmfreund kennt sie nicht, die Szene im Film «Basic Instinct», in der Sharon Stone beim Verhör die Beine überschlagen hat und dann – wie soll man sagen – andersrum überschlägt (die Augen sind gar nicht der Spiegel der Seele). Das war 1992. Seither hat Stone nie mehr ganz an diesen Grosserfolg anknüpfen können, leider. Nein, sie war sogar mehrfach für den Negativpreis «Goldene Himbeere» nominiert (für die Leistung in «Basic Instinct» sogar gleichzeitig für einen positiven Golden Globe Award, was etwas unverständlich ist). Am 10. März wird Sharon Stone sechzig Jahre alt, wofür wir herzlich gratulieren. Wir Männer lieben Sie, Frau Stone, und sei es auch nur wegen einer einzigen Szene.

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18. März 2018

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Beirut 2017

Geschüttelt

17. März 2018

Daniel Craig ist eben nicht nur James Bond. Darauf muss man schon Wert legen, als Schauspieler. Craig hat in vielen anderen, teils sehr guten Filmen mitgewirkt wie zum Beispiel «Lara Croft: Tomb Raider» (Film über grosse Brüste), «München» (Film über Bremen) und «Star Wars: Das Erwachen der Macht» (bum-bum, peng-peng). Dennoch hat Craig relativ wenige Preise gewonnen und – sofern uns das Internet nicht anlügt – tatsächlich keinen Stern auf dem Walk of Fame. – Wie erfrischend, Gratulation! Am 2. März wird Daniel Craig fünfzig Jahre alt, herzlichen Glückwunsch! Sie sind ein toller Schauspieler und uns Filmfreunden nicht nur als James Bond bekannt. – Sondern auch als 007.

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10. März 2018

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Zürich 2017

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5. März 2018

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Beirut 2017

Wir sind Schweiz

4. März 2018

Was die Schweiz zusammenhält? – Na ja, da wäre sicher die Erdanziehungskraft. Sie bewirkt, dass die einzelnen Landesteile am Boden bleiben und nicht planlos in der Gegend herumschwirren. Die einzelnen Regionen kleben sozusagen am Planeten. Im ersten Moment mag das lachhaft klingen, aber: Befände sich die Eidgenossenschaft zum Beispiel auf (oder hinter) dem Mond – wo die Gravitationskraft bekanntlich nicht so stark wirkt wie auf der Erde – so wäre der Zusammenhalt nicht so stark. Man würde das spüren, zweifelsohne. Sogar in der Romandie.

Allen voran Geologen schreien «Felsen, Felsen», und sie haben Recht. De facto halten riesige Felsgesteine die einzelnen Landesteile zusammen. Lägen die einzelnen Landesteile beispielsweise in der Sahara, so wäre das Ganze sehr fragil (Sie bemerken: Ich habe hier ein welsches Wort gewählt, aus Solidarität). Läge der Tessin auf einer Wanderdüne, dann läge Zürich plötzlich am Lago Maggiore. Oder Bern hätte einen See (die haben ja immer diesen Aare-Komplex). Es wäre nicht schön, nein. In Bergdörfern hält man zusammen.

Wobei, da müssen wir ehrlich sein, auf Felsen ja heutzutage auch kein Verlass mehr ist. Inzwischen wird ständig von irgendwelchen Felsstürzen berichtet, was dem Zusammenhalt der Schweiz auch nicht gerade zuträglich ist. Und die Politik schaut tatenlos zu. Zu viele Felsstürze führen irgendwann zu einem Regierungssturz. Da bietet das Schienen- und Strassennetz schon mehr Halt. Doch selbst die frühere Autopartei hat sich ja in Luft (oder in Kohlendioxid) aufgelöst. Ein Jammer.

Als Fazit können wir guten Gewissens aufführen: Viele Faktoren halten unser Land zusammen. Gerne hätten wir hier die verschiedenen Landessprachen aufgeführt, doch Französisch klingt so unglaublich abartig … na ja, jedenfalls schmilzt der Permafrost mehr und mehr. Alles geht also vor die Hunde, früher oder später. Der ganze Zusammenhalt ist futsch. No-Billag hin oder her.