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8. Oktober 2018

IMG_20180421_124900.jpgZürich 2018

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Es hilft

5. Oktober 2018

Während der religiöse Patient an die Wirkung des verschriebenen Medikaments glaubt, weiss sein Arzt um dessen Wirkung. – Oder er glaubt zumindest, es zu wissen. Erst die Zeit wird ja die Bestätigung bringen. Natürlich gibt es auch religiöse Schulmediziner. Sie wissen, dass Glaube je nach Situation besser heilen kann als Wissen (obwohl die meisten Medikamente von Wissenschaftlern entwickelt worden sind, nicht von Glaubenschaftlern).

Manche Theologen sprechen dem Weihwasser heilende Eigenschaften zu, was von den Halbgöttern in Weiss meist mit einem müden Lächeln quittiert wird, sowohl von religiösen als auch von atheistischen. Manche Menschen sind überzeugt, dass nur diejenigen Dinge existieren, die wissenschaftlich belegbar sind. Lachen soll übrigens gesund sein. Das haben Psychopaten – oder Psychologen meinetwegen – nachweisen können. Weinen ist ebenfalls gesund, glaube ich.

Probleme treten erst dann auf, wenn ein nachweislich wirksames Medikament dem Patienten nur darum nicht hilft, weil dieser nicht daran glaubt. Was will man da machen? Forscher wissen eben auch nur das, was man bisher herausgefunden hat. Manche Menschen haben auch eine geistige Krankheit, die verhindert, dass sie an irgendetwas glauben: An eine Heilung, daran etwa, dass der Mann im Kittel tatsächlich Arzt ist, oder an das neue iPhone. An manchen Orten werden Ungläubige hingerichtet. Da helfen Medikamente wenig.

Um dem vorliegenden Text ein Minimum an Sinn zu verleihen, ein Aufruf: Was immer Sie zu sich nehmen, liebe Leserin, lieber Leser, glauben Sie an die Wirkung! Die Wahrscheinlichkeit, dass der erwünschte Effekt eintritt, steigt damit nachweislich. Und falls nicht, ein kleiner Trost: Ich glaube selber nicht, was ich hier schreibe. Das weiss man doch.

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18. September 2018

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Zürich 2018

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4. September 2018

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Paris 2017

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2. September 2018

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Paris 2017

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1. September 2018

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Basel 2018

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27. August 2018

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Zürich 2018

Sie lachen über uns!

26. August 2018

Nehmen wir Küchengeräte: Backofen und Steamer sind mit tausend intelligenten Programmen bestückt und verhindern, dass der Mensch irgendwas falsch machen könnte. Sie sind sozusagen Idiotensicher (hier ist kein Platz für sexistische Witze, bitte). Und in welchen Fällen versagt die Technik? – Genau: Wenn möglichst viel Besuch im Haus ist und alles tadellos funktionieren sollte. Ein Schelm, wer hier von Absicht spricht.

Sie sehen: Künstliche Intelligenz ist inzwischen so natürlich, so menschlich, dass sie Bösartigkeit entwickeln kann. Ist das nicht fantastisch? Die SBB-App versagt immer dann, wenn wir in Eile ein Ticket lösen wollen. Maschinen werden uns Menschen immer ähnlicher. Unter Stress funktionieren sie nicht mehr richtig. Das Google-Auto zum Beispiel kann nicht seitwärts einparken, wenn nebenan ein paar junge Frauen im Café sitzen und lächelnd zuschauen.

Sie glauben wir nicht? Machen Sie die Probe aufs Exempel und testen Sie eine Ihrer Maschinen. Zum Beispiel den Mixer: Er wird kläglich versagen, wenn wir gleichzeitig eine Aubergine und einen halben Sellerie pürieren wollen. Also helfen wir mit den Händen nach und drücken das Gemüse in Richtung Messer, welches just in dem Moment wieder funktionieren wird, in dem unser Zeigefinger in Reichweite ist. Ja, auch Maschinen können lachen.

Seien Sie mutig und probieren Sie das aus, im Namen des Fortschritts. Künstliche Intelligenz ist wirklich verblüffend! Viel Spass!

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25. August 2018

P1160183.JPGZürich, Februar 2018

Er ist immer da

24. August 2018

Höchste Zeit, ein regelrechtes Tabuthema des modernen Strassenverkehrs aufzugreifen. – Ein Thema, das selbst durch den immensen technologischen Fortschritt kein bisschen an Brisanz eingebüsst hat. Natürlich ist es heikel, doch es muss einfach raus, und sei es noch so ein Donnerschlag: Sprechen wir über den toten Winkel.

Der tote Winkel – der Legende nach von Arnold Winkelried ins Leben gerufen – ist ein eigentlicher Evergreen, denn jedem Fahrschüler wird regelrecht eingehämmert, ihn niemals zu vergessen. Dies hat nicht selten zur Folge, dass Anfänger – vor lauter an den toten Winkel denken – andere Dinge vergessen, die bei näherer Betrachtung ebenfalls nicht ganz ohne Wichtigkeit wären. Zum Beispiel die linke Fahrspur freigeben, auf der Autobahn. Oder parken und dann nie, nie wieder Autofahren.

Erstellt man eine Liste aller Gefahren des Strassenverkehrs, so ist der tote Winkel (von Prüfungsexperten liebevoll «toWi» genannt) immer in den oberen Rängen zu finden, gefolgt von Überschlägen, Aquaplaning, Planlosplaning und Blinksignal-Legasthenie. Und dies, obwohl den toten Winkel bis heute noch niemand gesehen hat. Es ist absurd. Die Industrie hat ihn zwar verkleinert, durch gebogene Rückspiegel, in denen folgende Polizeifahrzeuge ein lustig verzerrtes Aussehen erhalten, doch vollständig eliminiert werden konnte er bis heute nicht. Der Tote Winkel ist sozusagen die Masern des Strassenverkehrs.

Um ein bisschen von der Problematik abzulenken, hat die Autoindustrie in manchen Ländern eine debil anmutende Inschrift an den Seitenspiegeln angebracht, die besagt, dass Dinge durch den Spiegel weiter entfernt erscheinen könnten als sie es tatsächlich sind. Als ob der Fahrer blöd wäre. Zudem ist es – mit Verlaub – etwas viel verlangt, so etwas während der Fahrt zu lesen (zumal man ja gleichzeitig auf die Strasse gucken und an den toten Winkel denken muss). Also alles Humbug.

Womöglich denken Sie, liebe Leserin, lieber Leser, das alles sei an Trivialität kaum zu überbieten, ja? – Dann sei die Frage erlaubt: Wann haben Sie zum letzten Mal vor dem Überholen auf der Autobahn den Schulterblick gemacht, so, wie es der dicke Fahrlehrer damals gepredigt hat? – Eben, sehen Sie. Er ist nicht totzukriegen, dieser verdammte Winkel.