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6. Mai 2017

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Schweizerisches Verkehrshaus, Luzern 2016

Etile!

1. Mai 2017

Wenn wir uns über die Elite ein paar Gedanken machen, wird schnell klar: Irgendetwas stimmt da nicht. Es stinkt zum Himmel. Schreibt man Elite nämlich rückwärts, dann entsteht «Etile», was mit grosser Wahrscheinlichkeit dem Hebräischen entlehnt ist und sogar vom Altgriechischen beeinflusst scheint, – wenn nicht sogar von den alten Ägyptern. Und das, liebe Leserin, lieber Leser, kann ja wirklich kein Zufall sein. Keine Ahnung, was da zu bedeuten hat, aber merkwürdig ist es allemal. Jeder sollte täglich mindestens vierzig Worte rückwärts sagen.

Etile. Da ist es nicht erstaunlich, wenn immer mehr Menschen misstrauisch werden und denken, die Elite habe vollkommen versagt. Das Wort «versagen» kommt nämlich – das kann Ihnen jeder Germanistikstudent morgens um halb drei an der Theke erklären – von «vorsagen». Läuft etwas nicht nach Plan, zeigt jemand auf eine Gruppe und macht absurde Schuldzuweisungen. Und das Internet sagt das dann weiter. Richtig: Das Internet muss ebenfalls häufig als Sündenbock herhalten, wenn Dinge aus dem Ruder laufen. Vermutlich ist das Netz elitär. Man sollte das Internet löschen.

Wobei – um zum eigentlichen Thema zurückzukommen – die Elite natürlich schon schuld ist an der politischen Misere in Europa. Das liegt auf der Hand. Elitesoldaten sind schliesslich auch schuld am Krieg, Eliteschulen am ungerechten Bildungssystem und … – wie bitte? Aus dem Zusammenhang gerissen? Also, mit Verlaub, der Satz war noch nicht einmal zu Ende geschrieben, aber schon steht so ein Besserwisser, so ein Intellektueller auf der Matte und schreit einen nieder! – Elitär! Kein Wunder, ist dieser Text so schlecht!

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28. April 2017

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Obsteig, Österreich 2016

Danke für alles!

24. April 2017

Die Filmografie von Ingrid Steeger liest sich wie ein endloser, feuchter Traum: «Blutjunge Verführerinnen», «Krankenschwestern-Report» und «Die goldene Banane von Bad Porno», um hier nur einige der hochkarätigen Produktionen zu nennen. Richtig bekannt wurde Steeger allerdings mit der Fernsehserie «Klimbim» in den Siebzigern. Zudem warb sie für diverse Markenprodukte und – ganz wichtig – zog sich für den «Playboy» aus (das war in einer Zeit, als noch nicht alle prominenten Frauen in diesem Männermagazin erschienen und das Shooting als «extrem spannende Erfahrung» protokollierten). Am 1. April feiert Ingrid Steeger ihren siebzigsten Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und danken für Ihre Werke – zumindest die Männer in der Leserschaft.

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22. April 2017

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Technorama Winterthur ZH, 2017

Total tot

14. April 2017

Die deutsche Sprache ist heimtückisch. Wenn jemand sagt «Am Ostersonntag brauchst du nicht aufzustehen», kann das leicht als «Am Ostersonntag brauchst du nicht auferstehen» verstanden werden, irrtümlich. Das kann zu dummen Missverständnissen führen. Und zu Krieg (wir erinnern uns nur ungerne an diese Kreuzritter-Geschichte und dergleichen).

Wobei hier folgendes nicht unerwähnt bleiben darf: Das Auferstehen ist ein Privileg. Stellen Sie sich einmal vor, liebe Leserin, lieber Leser, an Ostern würden alle verstorbenen Menschen auferstehen. Das würde für Verwirrung sorgen, vermutlich. Die Lebendigen, die noch nie gestorben sind, würden auf die Lebendigen, die bereits einmal tot waren, treffen. Niemand kann genau sagen, ob das gut wäre.

Vermutlich würde ein Grossteil der Auferstandenen als erstes zu McDonalds gehen, denn da ist der Fortschritt der Menschheit am imposantesten illustriert. Genau das ist es ja, was sich ein Gestorbener mit Garantie fragt: Was ist seit meinem Tod passiert auf der Welt. Es würde bestimmt Lieferengpässe geben, denn seit es Menschen gibt, sind auch sehr, sehr viele gestorben. Ein Chaos.

Na gut, wir wollen ja nicht alles totreden. Jedenfalls ist an Ostern arbeitsfrei. Wir dürfen am Morgen liegen bleiben.

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13. April 2017

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Zürich 2017, Fifa Museum

Ficken, bumsen, blasen

10. April 2017

Ingo Appelt redet ständig in sehr schlüpfriger Art und Weise über Sex, völlig übertrieben und vulgär. Er redet Dinge wie … – etwas in dieser Form werden Sie hier niemals lesen, glücklicherweise. Nicht jugendfrei. Appelt kennt man vor allem aus «RTL Samstag Nacht» und «Quatsch Comedy Club». Dabei quasselt er bei seinen Auftritten wirklich pausenlos und scheinbar ohne zwischendurch Luft zu holen. Vermutlich hat er mehrere Lungen. Und er äfft gekonnt Prominente Menschen nach, Politiker, Fussballer und selbst Künstler aus der eigenen Gilde. Appelt hat sozusagen die Beleidigung kultiviert – herrlich! Am 20. April wird Ingo Appelt fünfzig Jahre alt. Wir gratulieren herzlich und wünschen alles Gute. – Und einen guten Fick zum Geburtstag!

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10. April 2017

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Bregenz 2016

In Ehren

4. April 2017

Martin Walser ist kein Schweizer, obwohl das viele Schweizer meinen. Walser ist – neben seinen Büchern – durch Kontroversen bekannt, die er mit gewissen Äusserungen ausgelöst hat. So werfen ihm ein paar Menschen vor, er sei ein Antisemit, was doch eher starker Tobak ist (Antisemiten sind weit gefährlicher als Stalagmiten, Stalaktiten oder gar Silikontitten). Dennoch wurden er bereits viele Male geehrt, zum Beispiel – warten Sie, gleich erinnere ich mich – mit dem «Schiller-Gedächtnis-Förderpreis», dem «Deckensee-Literaturpreis» (oder war es der «Bodensee-Literaturpreis» …?) oder dem «Friedenspreis des deutschen Buchhandels». Zudem wurde ihm gleich von mehreren Universitäten die Ehrendoktorwürde verliehen, was mich persönlich etwas nachdenklich stimmt, weil ich seit Jahren auf die Ehrenmatura der Kantonsschule Aarau hoffe, insgeheim. Item. Am 24. März hat Martin Walser neunzig Lenze auf dem Buckel. Wir gratulieren Ihnen herzlich, Herr Walser! Obwohl Sie ein Deutscher sind.