Glück und Liebe

21. Dezember 2017

Ein paar ermutigende Worte sollten auch im vorweihnachtlichen Stress nicht zu viel verlangt sein, liebe Damen und Herren. Verkäuferinnen und Verkäufer sind schliesslich auch Menschen! Geben wir uns einen Ruck. Ein «Könnten sie das nicht etwas schöner verpacken, das ist schliesslich für meine Tochter, oder ist ihnen meine kleine Tochter etwa egal?» kann Angestellte zu Höchstleistungen anspornen. Immer nur «Danke» ist einfach zu wenig.

Es tut Angestellten, die täglich mit Dutzenden von Kunden konfrontiert sind, auch gut, sich ab und an ein, zwei Stunden mit den Fragen einer einzelnen Person zu befassen. Ein gutes Beratungsgespräch in der vorweihnachtlichen Stosszeit gibt dem Verkäufer das wertvolle Gefühl der Kompetenz. Dabei brauchen wir gar nichts zu kaufen. Sich beraten lassen reicht schon aus, um Freude zu bereiten. Jeden Tag eine gute Tat.

Sehr gut kommen auch zusätzliche Wünsche an, die nicht direkt an einen kommerziellen Zweck gebunden sind. Kriegt der kleine Fifi eine Schale Wasser, damit er mit neuem Elan weiterkläffen kann? Darf Jeremy den Kampfroboter mit dem Schild «Bitte nicht Berühren» nun ausprobieren, auch wenn ihn Mami ganz bestimmt nicht kaufen wird? (Weil Pädagogin oder Pazifistin oder beides) Und überhaupt, wann fährt eigentlich der nächste Bus?

Fragen kostet schliesslich nichts. Und sollte es dem ungeschulten Auge einmal vorkommen, als würde es einen leicht genervten Gesichtsausdruck des Verkäufers wahrnehmen, dann nur darum, weil sich dieser eventuell darüber nervt, dass er erst jetzt nach diesem Gefallen gefragt worden ist. Das kann einem schon den Tag versauen: Verkaufen wie eine Maschine und keine Sonderwünsche, die ein Minimum an Flexibilität voraussetzen!

Also, dies ist ein Appell: Verbreiten Sie Glück und Liebe, in dem Sie individuell auf das Verkaufspersonal eingehen. Sie werden Glück und Liebe zurückerhalten, mit Garantie. Und darum geht es doch … – he, sie da … sie wollen doch nicht … legen sie sofort den Knüppel weg!

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20. Dezember 2017

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Paris 2017

Viel Glück, Herr Heck

18. Dezember 2017

Wenn das keine tolle Geschichte ist! – Als Fünfjähriger wurde er bei einem Bombenangriff unter einer Kellertreppe verschüttet, worauf er traumatisiert war und zu stottern begann. Von wem ist die Rede? – Von Dieter Thomas Heck. Dank einer Gesangsausbildung legte Heck sein Stottern ab und wurde erfolgreicher Moderator, Sänger, Schauspieler und noch ein paar Sachen mehr im Showbusiness. Mit der legendären Sendung «Die Pyramide» – um nur einen seiner vielen Erfolge aufzuführen – hat uns Heck sozusagen durch die Achtziger Jahre begleitet und diese ein bisschen erträglicher gemacht. Auch von den fast unzähligen verliehenen Auszeichnungen erwähnen wir nur die vermutlich Schönste: Der Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz. Da staunt der Laie. Am 29. Dezember pustet Dieter Thomas Heck auf der Torte achtzig Kerzen aus – herzlichen Glückwunsch! Wir wünschen alles Gu-Gu-Gute!

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16. Dezember 2017

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Ray Ban

12. Dezember 2017

Für «Ray», der vom blinden Ray Charles handelt, hat Jamie Foxx einen Oscar als bester Hauptdarsteller eingeheimst. Doch Foxx – der eigentlich Eric Marlon Bishop heisst – hat in vielen weiten Filmen mitgewirkt, so auch in «An jedem verdammten Sonntag» (der zwar nicht sonderlich gut ist, in dem jedoch Cameron Diaz ebenfalls mitspielt), im hervorragenden Film «Django Unchained» von Quentin Tarantino oder in der relativ neuen Produktion «Baby Driver». Zudem singt er sehr erfolgreich und hat bereits diverse Alben auf dem Markt. Am 13. Dezember hat Jamie Foxx fünfzig Lenze auf dem Buckel. Herzliche Gratulation, Mister Foxx, Sie sind ein Tausendsassa. Wir erblinden vor Neid.

Alicein Schwarzerin

10. Dezember 2017

Wer Alice Schwarzer verstehen (und schätzen) lernen möchte, der sollte erst einmal die von ihr initiierte Zeitschrift «Emma» lesen (oder war es «Hustler»?) Auch wir Männer – die wir ja alle potentielle Vergewaltiger sind – sollten uns mit der Ideologie von Frau Schwarzer vertraut machen. Und uns danach umbringen. Wohl keine Frau hat mehr für den Feminismus geleistet als Alice Schwarzer. Demensprechend hat sie viele Auszeichnungen mit teils lustigen Namen erhalten: Die «Dr. Kurt Neven DuMont Medaille» zum Beispiel, das «Bundesverdienstkreuz» (oder lieber «Bundesverdienstinnenkreuz») oder den «Goldenen Putzlappen». Am 3. Dezember darf Alice Schwarzer ihren fünfundsiebzigsten Geburtstag feiern. Wir gratulieren Ihnen herzlich, Frau Schwarzer, Sie haben viel für die Menschheit getan. Und nein, ich habe noch niemals die «Emma» gelesen.

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30. November 2017

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Beirut, Libanon, 2017

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28. November 2017

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Paris 2017

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25. November 2017

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Libanon 2017

Der liebe Wolf

25. November 2017

Seine rechte Pfote drückte die «Enter»-Taste und schon war das neue Video veröffentlicht. Online. Kurz zuvor hatte der Wolf ein neues Filmchen aufgenommen, das von Pullovern aus reiner Bio-Schurwolle handelte. Er hatte sehr, sehr viele Follower. Es war ein Leitwolf.

Der neue Kurzfilm wurde im Netz innert zwei Wochen über hunderttausend Mal angeklickt und erhielt etwa fünftausend Likes. Ein Erfolg. Die Pullover-Verkäufe von Wolfford schnellten in die Höhe und Meister Lupo rieb sich die Pfoten: Seine Auftraggeber waren äusserst zufrieden. Alles lief nach Plan.

Dann jedoch erreichte ihn diese e-Mail, die sein Leben verändern sollte: Eine Walliser Jagdgesellschaft bot zehn Gänse und fünf Schafe in Raten, wenn er die neue Flinte «Muerte 500» promoten würde. – Ein Angebot, das man unmöglich ausschlagen kann, zehn Gänse und fünf Schafe!

Der Wolf überlegte: Er sollte also für ein Gewehr werben, mit dem theoretisch Seinesgleichen erschossen werden könnten? – Na ja, frei lebende Wölfe gibt es ja kaum mehr, hierzulande, und die Jäger konnten ja auch andere Tiere damit erlegen. Also kein Problem. Doch er sollte Speise-Schafe als Entschädigung erhalten, obwohl der Grossteil seiner Follower selbst welche waren? Gut, das wussten seine Fans ja nicht. Was das Schaf nicht weiss, macht das Schaf nicht heiss!

So nahm er den Auftrag dankend an. Als er ein halbes Jahr später – die Gänse und Schafe waren längst verspeist – seine Lieblingswiese um die Ecke aufsuchen wollte, um sich ein Schäfchen To Go zu holen, hörte er aus der Ferne einen lauten Knall. Noch im Sterben liegend fragte er sich, was geschehen war, bis ein paar Schafe auf ihn herabblickten. Eines trug eine «Muerte 500» im Anschlag. Aus dem Lauf stieg ein kleines bisschen Rauch auf.