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1. November 2017

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Fantasy Basel 2017

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Der Wein lügt

30. Oktober 2017

Im Wein liegt die Wahrheit, meint der Volksmund. Wer auch immer das sagt, der lügt wie gedruckt. Ich habe in ein Glas Rotwein geschaut, mehrere Male, bis auf den Grund: Nichts. Das habe ich mit mehreren Weinsorten gemacht, auch mit Weisswein und Rosé. Selbst wenn Sie sehr tief ins Glas schauen, da ist nichts. Es ist ernüchternd, eine herbe Enttäuschung. Mit etwas Glück finden Sie ein bisschen Satz auf dem Grund des Glases. Da bleibt kein Raum für Küchentisch-Philosophie.

Rotwein gibt übrigens ganz üble Flecken, die sich kaum wegkriegen lassen, von Kleidern und Teppichen. Einmal ist mir ein volles Glas umgekippt und die Primarlehrerin hat geschimpft. Dabei ist es ein fieses Naturgesetz, dass je mehr Wein jemand getrunken hat, desto höher die Wahrscheinlichkeit ist, welchen zu verschütten. Desto niedriger ist allerdings die Bereitschaft, die Sauerei aufzuwischen. Salz hilft gegen Flecken, übrigens. Und gegen Glatteis.

Bereits die alten Römer haben gekeltert. Sie haben so viel getrunken, dass am Ende vergessen gegangen ist, das Reich zu verteidigen. Daraus kann der Geschichtsfreund für die Gegenwart seine Lehren ziehen: Nationen, in denen viel Wein getrunken wird, sind dem Untergang geweiht. Ebenso steht es mit Ländern, in denen viel Putenfleisch gegessen wird, glutenfreie Haferflocken und getrocknete Pfifferlinge. Alle anderen Regionen sind aufstrebend. Somalia zum Bespiel.

Das mit den Römern und dem Wein kann übrigens jedermann in der Literatur nachlesen, in Asterix-Heften zum Beispiel. Auch die Griechen haben schon viel Wein getrunken. Und die Walliser. Ach ja, etwas Wichtiges noch. Weisswein gibt weniger schlimme Flecken, dafür Kopfschmerzen. Darum schmerzt es den trinklustigen Zeitgenossen nicht so sehr, wenn er Weisswein verschüttet. Und das, liebe Leserin, lieber Leser, ist die Wahrheit. Sie liegt nirgendwo, sondern steht hier geschrieben, schwarz auf weiss.

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29. Oktober 2017

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Fantasy Basel, 2017

Birgit vor, noch ein Tor!

28. Oktober 2017

Wie bitte, Sie kennen Birgit Prinz nicht? – Das ist doch die mit diesem Sport da, mit diesem Frauenfussball! Frauenfussball ist im Grunde wie Männerfussball, einfach ohne Zuschauer. Tatsächlich wurde Birgit Prinz drei Mal Weltfussballerin des Jahres, und kein Mensch – nein: auch kein Mann! – hat für die deutsche Nationalmannschaft je so viele Tore geschossen wie Prinz, nämlich hundertachtundzwanzig. Ausserdem ist sie Diplom-Psychologin, was im Fussball-Business jetzt nicht unbedingt so üblich ist. Am 25. Oktober wird Birgit Prinz vierzig Jahre alt. Wir gratulieren Ihnen, Frau Prinz, und ziehen den Hut vor Ihren Leistungen. Wobei, Hand aufs Herz: Frauenfussball, das ist ja wie Männer-Synchronschwimmen, irgendwie, nicht?

Auf Zack

24. Oktober 2017

Zac Efron ist ein Jungspund. Dank dem Streifen «High School Musical» hat Efron – vor allem in den Teenager-Reihen – eine sehr grosse Popularität erlangt. Für Musikfilme allerdings möchten wir hier nicht allzu viel Druckerschwärze vergeuden, zumal «Dirty Dancing» dieses Genre vollkommen verdorben hat (ja, auch die Szene im Wasser ist unterirdisch schlecht). Efron hat in diversen anderen Filmen und Serien mitgespielt, auch ohne Gesang (wer hat hier applaudiert?) Und die Liste seiner Auszeichnungen kann sich sehen lassen: Mehrere «Teen Choice Awards», ein «Blimp Award» (was zur Hölle ist das?) und viele, viele andere wichtige Preise stehen im Regal. Am 18. Oktober stehen dreissig Kerzen auf Zac Efrons Geburtstagstorte. Wir gratulieren herzlich. – Und verleihen Ihnen feierlich einen «Schwubedibupp Award».

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16. Oktober 2017

P1140343Fantasy Basel 2017

Heute: Die Einbildung

8. Oktober 2017

Eine Weiterbildung macht natürlich erst dann richtig Sinn, wenn unser Umfeld bemerkt, dass wir eine solche absolviert haben. Das ist ein immens wichtiger Punkt, den viele Arbeitnehmer vollkommen vernachlässigen. Sie investieren viel Zeit und Geld, und am Ende profitieren nur sie selbst davon, ganz egoistisch. Die Mitmenschen gehen leer aus und bleiben gefangen in Ihrem Unwissen. Das Schlimmste: Die Anderen sind sich dessen nicht einmal bewusst.

Dies hier wäre ein unseriöser Beitrag, wenn folgend nicht ein paar wertvolle Tipps aufgeführt würden, um den Wissenstransfer auf die Umwelt sicherzustellen («Wissenstransfer» ist übrigens ein sehr dummes Wort, das ich im letzten Kurs aufgeschnappt habe, leider). Also, los geht’s!

Sagen Sie niemals «ich habe eine Weiterbildung gemacht», denn dieser Satz ist an Falschheit kaum zu überbieten. Richtig ist «ich habe eine Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen». Das ist ein grosser Unterschied, denn viele Studentinnen und Studenten eignen sich alles nötige Wissen an und vermögen danach dieses Wissen – das gleich umfangreich ist wie bei den erfolgreichen Mitstudierendinnen – an den Prüfungen nicht abzurufen. Auch das ist Wissenstransfer. Also, immer schön erfolgreich sein.

Arbeiten Sie nach dem Diplom nicht nur anders, sondern sprechen Sie auch anders. Englische Wörter runden Ihre professionelle Rhetorik ab, denn Sie erledigen Plain Vanilla Aufgaben straight on, damit die Performance stimmt. Natürlich ist dies am Anfang ein Challenge, doch Ihre Skills werden sich rasch verbessern. Übung macht den Master.

Geben Sie Arbeitskollegen, die nicht eine gleichwertige Ausbildung gemacht haben, dies auch zu verstehen. Diskrete Bemerkungen wie «wie hiess die Schule nochmals, die sie gemacht haben?» oder «Entschuldigen sie meine komplizierte Wortwahl, es sitzen ja auch Nicht-Akademiker am Tisch» helfen, die informelle Hierarchie aufrecht zu erhalten. Es ist sehr schade, wenn uns an einer Sitzung jemand ins Wort fällt, der nicht das gleich hohe Bildungsniveau aufweist wie wir. Die Firma würde ins Verderben rennen.

Gerade bei Besprechungen ist es hilfreich, den Arbeitskollegen Hinweise auf die entsprechende Fachliteratur zu geben, um eigene Aussagen zu untermauern. Es gilt der Grundsatz: Was nicht fundiert belegt werden kann, ist eine Behauptung und damit irrelevant. Profis nennen nicht nur Autor und Titel sondern auch Kapitel und womöglich Seitennummer des Fachbuches. Das Prinzip gilt für alle Themenbereiche, von «Kopierpapier nachfüllen» bis «Nuklearsprengkopf aktivieren».

Gut, damit haben wir die wichtigsten Regeln abgedeckt. Sie sind nun gerüstet für die Karriere. Nur noch etwas möchten wir Ihnen mit auf den Weg geben: Wenn Ihnen jemand sagt, Sie sollen nicht so geschwollen sprechen, dann erwidern Sie entschlossen: «diese unqualifizierte Formulierung erscheint mir nicht adäquat». Apropos geschwollen: Ein anschwellendes Auge sollte sofort mit Eis gekühlt werden, um eine grössere Schwellung zu vermeiden. – Viel Erfolg!

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2. Oktober 2017

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Bukarest 2017

 

Mann über Bord!

30. September 2017

Zwei Matrosen stehen an der Reling. Sie befinden sich auf offener See. Da entdeckt der eine Matrose eine Person im Wasser, die mit beiden Armen winkt und um Hilfe schreit.

Matrose 1: Hey, sieh dort, einer ist über Bord gegangen

Matrose 2: (ruft) Mann über Bord! Mann über Bord!

Matrose 1: Wirf ihm einen Rettungsring zu!

Matrose 2: Es sind keine da. Du, guck dir das an, das ist unser Kapitän! Unser Kapitän ist über Bord gegangen!

Kapitän: Hilfe, Hilfe!

Matrose 1: Du musst reinspringen und ihn retten!

Matrose 2: Das Wasser ist eiskalt. Das schaffe ich nicht. Spring du!

Matrose 1: Wenn wir ihn nicht retten, sind wir alle verloren. Wir können das Schiff ohne ihn nicht steuern!

Matrose 2: Also, mach schon, spring rein und rette ihn!

Matrose 1: Ha, damit du sicher an Land zurückkommst, soll ich meine Gesundheit riskieren?

Kapitän: Hilfe, helft mir!

Matrose 2: Wir alle sind verloren, wenn wir ihn nicht retten!

Matrose 1: Dann spring doch du rein.

Matrose 2: Ruf den Ersten Offizier. Der soll ihn rausholen.

Matrose 1: Dafür ist keine Zeit. Ausserdem kann der nicht schwimmen.

Kapitän: Helft mir, ich ertrinke! Hilfe!

Matrose 2: Wir sollten die Maschinen stoppen, sonst entfernt sich unser Schiff immer weiter.

Matrose 1: Spring! Spring endlich!

Matrose 2: Siehst du ihn noch? Ich kann ihn nicht mehr sehen!

Matrose 1: Ich kann ihn auch nicht mehr sehen. Wir sind verloren.

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29. September 2017

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Fantasy Basel 2017