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Seht nur, das Licht!

1. April 2014

Im Grunde ist es ganz einfach. Wenn Sie am Himmel ein Objekt sehen, welches Sie nicht kennen, liebe Leserin, lieber Leser, dann muss es sich um ein Unbekanntes Flug Objekt handeln. Bestimmt. Da gibt es verschiedene Berichte. Manche sehen in der Dunkelheit einen weissen Schein, der sich von A nach B bewegt. Oder Dinge wie Heissluftballons, nur grösser und viel schneller. Andere erkennen am hell lichten Tag eine Art fliegende Untertasse, die «Heiner hat einen kleinen Pimmel» in den Himmel schreibt. Man sollte das ernst nehmen.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass diejenigen Menschen, die einmal in den Genuss gekommen sind, ein UFO zu sehen, aus statistischer Sicht sehr grosse Chancen haben, später wieder einmal Zeuge einer derartigen Erscheinung zu werden. Klar, man wird ja auch sensibilisiert, irgendwie. Man kriegt ein Auge dafür. Das ist auffällig. Lassen Sie uns diesen Fakt näher beleuchten.

Ganz offensichtlich machen sich die Ausserirdischen einen Spass daraus, sich immer den gleichen Erdenbürgern zu zeigen. Die lachen sich kaputt. Das ist so ähnlich wie in diesen amerikanischen Katastrophenfilmen, in denen nur der Protagonist die Gefahr erkennt und ihm alle anderen Vollidioten nicht glauben. Später ist dann irgendeine Blondine ebenfalls davon überzeugt, worauf die beiden miteinander Sex haben und unseren Planeten retten. Ja, so muss es sein.

Zurück zum richtigen Leben: Nicht selten sind die Marsianer so dreist, dass sie sich später auch jenen Menschen zeigen, denen die Erlebnisse von denjenigen Menschen, die sie mit eigenen Augen gesehen haben, erzählt worden sind. Gemeiner geht’s ja wohl nicht! Spätestens an diesem Punkt der näheren Betrachtung dieses Phänomens wünschen sich alle Menschen (ausser vielleicht Nordkoreaner), dass uns die Aliens niemals, niemals besuchen werden. Die sind ja noch böser als wir!

Gut, es gibt eine andere Theorie, die wir trotz ihrer unermesslichen Absurdität gerechtigkeitshalber aufführen wollen: Allen voran Psychologen – die ja als ignorant und ein bisschen dümmlich bekannt sind – führen die mehrmalige Sichtung durch die gleiche Person zuweilen auch darauf zurück, dass sich die Leute nur einbilden, ein UFO gesehen zu haben. Man muss sich das einmal vorstellen! Das ist bei weitem das Dümmste, was ich je geschrieben habe. Also ehrlich!

Alles, was Sie hier lesen ist übrigens wahr. Kein Witz! Jedes Wort stimmt, schwarz auf weiss. Ausser vielleicht, dass sich die Objekte von A nach B bewegen.

Lug und Trug

20. März 2014

Gerade in intellektuellen Kreisen hört man sich ja gerne sagen, dass es von uns Menschen geradezu arrogant sei, zu glauben, in den unendlichen Weiten des Universums gebe es kein anderes Leben. Das klingt ziemlich gut, zum Beispiel an einer Party. Und es schwingt ein Hauch von Weltbürgertum mit (oder besser: universellem Bürgertum). Einfach perfekt.

Noch einmal ganz langsam, zum Mitschreiben, ein für alle Mal: Es gibt keine Ausserirdischen. Nein, selbst die drolligen, blauen Männchen am Strassenrand sind keine Ausserirdischen, sondern von der Kantonspolizei. Die Jungs von «Modern Talking» sind ebenfalls Muttererden entsprungen, selbst wenn das unglaublich und vielleicht etwas beleidigend für den Planeten klingt. Und E.T. war entgegen vieler Behauptungen ein Film, der nicht auf wahren Begebenheiten basiert. Nichts mit «nach Hause telefonieren».

Die meisten UFO-Sichtungen werden übrigens nach ausschweifenden Technoparties gemeldet (und die meisten Begegnungen mit Ausserirdischen von Türstehern eben dieser Parties). Dabei beschreiben Leute, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen, die Flugbahn ebendieser angeblich gesichteten Objekte nicht selten so, als ob deren Piloten ebenfalls unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gestanden hätten. Am Schluss weiss es dann niemand so genau, für gewöhnlich.

Ein Wort gibt das andere. Und bewiesen ist rein gar nichts, so tragisch dies für die vermeintlichen Zeugen sein mag. Am Ende entspringt der Glaube an Ausserirdische vermutlich der grossen Hoffnung der Menschen, dass es irgendwo da draussen etwas gibt, was einen retten könnte, irgendetwas, das unser Dasein in einen kosmischen Kontext stellen würde, polemisch ausgedrückt. Oder dem Bedürfnis, sich an einer Party interessant zu machen.