Posts Tagged ‘UdSSR’

Pussy Putin

16. Oktober 2012

Zu Unrecht war Putin in jüngster Zeit vor allem im Zusammenhang mit der russischen Punkband «Pussy Riot» in den Schlagzeilen. Es ist unschicklich, einen so bedeutenden Mann auf eine Musikgruppe zu reduzieren, die an weibliche Geschlechtsorgane erinnert. Putin kann mehr! – Er hat den schwarzen Gürtel im Judo!

Eigentlich heisst Putin ja Wladimir Wladimirowitsch Putin, doch der Einfachheit halber spricht man von Putin. Abkürzungen haben in Russland Tradition. Zum Beispiel war Putin vier Jahre lang Vorsitzender der Partei «Einiges Russland», die mit vollem Namen «Einiges läuft schief in Russland» heisst.

So, genug gelästert: Herzliche Gratulation zum sechzigsten Geburtstag am 7. Oktober! Alles Gute! – Ach ja, apropos Abkürzungen: Kürze doch mal Deine Amtszeit ab!

Hasta la victoria

12. April 2011

Offiziell wurde die Schweinebucht von Exilkubanern angegriffen. Fidel Castro allerdings sagte, die Amerikaner steckten dahinter und die Amerikaner sagten, die Sowjetrussen hätten gesagt, dass Castro sagen solle, die Amerikaner steckten dahinter, was die Amerikaner wiederum zu Gedankenspielen anregte, dass es vielleicht besser wäre, die Sowjetunion mit einem Atomschlag zu vernichten. Der Weltsicherheitsrat war ratlos.

Zu dieser ohnehin verzwickten Ausgangslage kommt die Diskussion darüber, ob ein Exilkubaner überhaupt ein Exilkubaner ist, sobald er Kuba betritt. Je nachdem wären ja diejenigen Exilkubaner, die in der Schweinebucht tatsächlich gelandet sind, Kubaner, mit dem Resultat, dass sie gar nicht mehr bekämpft worden wären von der verteidigenden Mannschaft.

Ja, Kubaner schiessen doch nicht auf Kubaner. Ausser natürlich wenn es um Gerechtigkeit geht, oder um Politik, oder um beides, wofür auf Kuba ja Gerichte vorhanden sind. Jedenfalls lassen sich verschiedene Zeitzeugen dieser Schweinebucht-Geschichte heute noch im «Museo de la Revolucion» oder so ähnlich in Havanna bestaunen. Zum Beispiel Teile von abgeschossenen Flugzeugen. Sie sollten einfach nichts anfassen, wie das in Museen üblich ist. Wer sich nicht daran hält, wird auf der Stelle erschossen. Im schlimmsten Fall werden Sie zwanzig Jahre inhaftiert.

Wenn Sie das nicht glauben, liebe Leserin, lieber Leser, dann brauchen Sie gar nicht erst nach Kuba zu reisen. – Haben die Amerikaner gesagt.

Alle gaga?

12. April 2011

Nein, Lady Gaga und Juri Gagarin haben nichts gemein. – Ausser vielleicht, dass sie beide von vielen Menschen auf den Mond gewünscht werden oder wurden. Ganz im Gegensatz dazu gibt es viele Unterschiede: Lady Gaga war noch nie im Weltall und Juri Gagarin kann singen. Egal.

Jedenfalls gibt es – bis anhin jedenfalls – keine Gagarin-Lüge, will heissen keine Verschwörungstheorie analog der amerikanischen Mondlandung, die besagt, dass Lady Gaga … – oh Gott, diese Frau geht einem nicht mehr aus dem Kopf: Juri Alexejewitsch Gagarin natürlich – damals gar nicht im Weltall war. Sondern irgendwo sonst, im besagten Zeitpunkt, vielleicht in einer Kolchose im Landdienst. Oder am Wodka-Trinken in Wostock.

Glaubt man der offiziellen Version, so soll er tatsächlich der erste Mensch überhaupt im Weltall gewesen sein, ja, sogar vor Erich von Däniken. Und vor den Amerikanern (was bösen Zungen zufolge damit zu tun hat, dass es im Weltall kein Öl gibt). Am 12. April jährt sich dieses Ereignis zum fünfzigsten Mal.

Gerade im Kalten Krieg war dieses Ereignis sehr, sehr bedeutend. Wobei sich heute noch die berechtigte Frage stellt, warum es «Kalter Krieg» heisst, was zweifelsohne an Unlogik kaum zu übertreffen ist. Das Gegenteil dürfte dann wohl «Warmer Krieg» sein, worunter viele eine Schubserei unter homosexuellen Männern assoziieren dürften. – Und schon sind wir wieder beim Sex angelangt, völlig unnötig und Zusammenhangslos. Und damit wieder bei Lady Gaga, irgendwie.