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Zeichen setzen!

9. Mai 2010

Man muss Zeichen setzen. Schliesslich lassen sich nicht alle Probleme auf einmal lösen. Man muss zuerst sensibilisieren, die Menschen aufwecken. So geschehen am 27. März mit der sogenannten Earth Hour. Die Stunde der Erde. Für den Klimaschutz.

Eine geniale Erfindung: Während einer Stunde blieben in diversen Städten dieser Welt alle Autos stehen. – Quatsch! Die Lichter blieben zwischen 20.30 und 21.30 Uhr aus. Natürlich nur bei ausgewählten Gebäuden. Sonst wäre ja dunkel gewesen. Dank der Zeitverschiebung wanderte die Aktion folglich um den ganzen Planeten, was irgendwie schon recht eindrücklich ist.

Das Brandenburger Tor, die Petronas (!) Towers, der Eiffelturm, die Twin Towers. – Alles dunkel. Organisiert wurde das ganze vom WWF, vom World Wide Fund For Nature also, der sich ursprünglich – niemand will hier kritisch sein – für den Schutz der Tiere einsetzt, zum Beispiel gegen den Walfang oder das bestialische Robbenschlachten. Mit Erfolg. Tatsächlich wurde während der ganzen Earth Hour in Berlin kein einziger Wal gefangen, ja, nicht einmal eine Forelle.

In der Pressemitteilung wurde jedoch eher auf den Effekt der Energie-Einsparung hingewiesen, der in diesem Fall leider nicht genau beziffert werden kann. Auch nicht die gefällten Bäume, aus denen das Papier für diejenigen Zeitungen gemacht wird, die über die Earth Hour berichten.

Aber wie gesagt, niemand will hier etwas schlecht reden. Ich selbst habe schliesslich auch mitgemacht, zugegeben. Ich habe während dieser Stunde die Augen verschlossen. Man muss schliesslich Zeichen setzen.

Rette ein Leben. Heute.

5. November 2009

Sie kennen das: So einheitlich gekleidete junge Leute, vermutlich Studenten, lauern an gut frequentierten Plätzen, bewaffnet mit Schreibunterlagen und irgendwelchen Formularen, auf Gutmenschen. Die die Wale retten wollen. Oder einen pelzfreien Planeten erschaffen möchten. Egal. Es gibt immer etwas zu retten. Ich bewundere diese Aktivisten. Sie machen das in ihrer Freizeit, sie glauben daran, engagieren sich. Meistens starten sie ihre Attacke mit einer Suggestivfrage à la Sie-haben-doch-sicher-gerne-Thunfisch-oder-so. Oder mit einer anderen schlauen Frage, um ins Gespräch zu kommen. Heute habe ich so eine gesehen und zufällig mitgehört, wie die einen jungen Passanten anspricht: „Willst Du heute ein Leben retten?“ Na ja, das war wohl eine Geldsammlung gegen die Ausrottung von fluoreszierenden Biberschwanzfischchen im Amazonasdelta oder so ähnlich. Was soll man bitte auf so eine Frage antworten? Das ist eine gemeine Killerfrage! Da muss man ja ins Gespräch kommen. Der angesprochene junge Mann gab auch ziemlich schnell eine Antwort: „Ja, am liebsten mein eigenes“. Und fort war er.