Posts Tagged ‘Model’

Ganz schön

31. Dezember 2013

Die gute Botschaft zuerst: Es gibt auch hübsche Britinnen. Kate Moss allerdings – und das ist die weniger schöne Mitteilung – wird allzu oft mit Party und Drogen in Verbindung gebracht. Nicht selten sogar mit Partydrogen. Das lenkt zu sehr vom Wesentlichen ab, nämlich davon, dass Katherine Ann Moss mit ihren nunmehr vierzig Jahren einfach fantastisch aussieht und in ihrer Karriere einfach sehr viele Dinge sehr gut gemacht hat. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag am 16. Januar! Wir Männer lieben Dich und verzeihen Dir die Eskapaden. – Vermutlich hilft es in Grossbritannien sogar, ein bisschen benebelt zu sein, um den Anblick all der anderen Frauen zu ertragen.

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Aber bitte mit Saner!

20. Februar 2012

Bei Topmodels ist es häufig mühsam, etwas Substantielles zu finden, worüber man berichten könnte. Die Kernkompetenz liegt zweifelsohne im Haben von langen Beinen und anderen optischen Vorzügen. – Ausser natürlich, ein Model feiere dauernd mit zugedröhnten Wirkungstrinkern ab und schaffe es trotzdem, an der Spitze (und in der Zeitschrift «Gala») zu bleiben, so wie Kate Moss.

Das hat Julia Saner noch vor sich. – Also, an der Spitze zu sein. Zweifelsohne ist sie auf dem besten Weg, «eine der ganz Grossen» im Modelbusiness zu werden. Und sollte etwas schief gehen, steht sie nicht vor dem Nichts: Die junge Frau hat Matur und könnte notfalls bereits morgen am Pommes-Stand um die Ecke anfangen.

So, Julia Saner, die Teenagerjahre sind vorbei! Alles Gute zum zwanzigsten Geburtstag am 18. Februar, liebe Julia, und weiterhin viel Erfolg! Zum Schluss doch noch etwas Substantielles: 80-61-90.

Von Fastfood, Unterhosen und Engeln

16. Juli 2010

Beim Namen Gisele Bündchen denken Frauen mit Vorliebe – und vielleicht ein bisschen neidisch – an das Welternährungsprogramm der Unicef. Männer suchen vertraulichen Rat bei ihrem Testosteronspiegel.

Geboren am 20 Juli 1980 in Horizontina, mit deutschen Wurzeln – wie der Name vermuten mag – ist Frau Bündchen nicht irgendein Model geworden, nein, sie ist das Model schlechthin. Das bestbezahlte. Heidi Klum, Naomi Campbell und Kolleginnen können sich davon eine Scheibe abschneiden. Sie verzeihen dieses Wortspiel. Horizontina ist übrigens keine Bordellstadt, sondern ein normaler Ort in Brasilien.

Wenn Frau Bündchen für den Unterwäsche-Hersteller – dessen Name uns entfallen ist (der Hormonspiegel entschuldigt sich) – über den Laufsteg gleitet, dann trägt sie jeweils riesige Engelsflügel am Rücken. Stellen Sie sich das einmal vor: Engelsflügel. Das sieht einfach super aus. Auch die Flügel. Und ehrlich, auf den ersten Blick haben Unterwäsche und Engelsflügel rein gar nichts miteinander zu tun. Auf den zweiten auch nicht. Spielt jedoch absolut keine Rolle. Und mittlerweile machen wir uns keine Illusionen mehr, selbst wenn die Wahrheit schmerzt: Gisele Bündchen, meine Herren, Gisele Bündchen kann gar nicht fliegen. So, jetzt ist es draussen.

Lustigerweise wurde Gisele angeblich in einem McDonald’s Restaurant von irgendeinem Fotografen entdeckt und erlangte schlussendlich eben diesen Ruhm. Damit dürfte auch die Frage geklärt sein, warum viele junge Menschen sich dem Fastfood hingeben, in der Hoffnung, endlich entdeckt zu werden. Das Resultat ist allgemein bekannt: Sie haben das zu viel, was Frau Bündchen zu wenig hat. Wer soll da noch fliegen können?

Der Grund dieser Ode ist allerdings ein anderer: Gisele wird – die Mathematiker unter uns haben aufgepasst – am 20. Juli 30 Jahre alt. Herzliche Gratulation! Als ob das jemanden interessieren würde. Ausser unseren Testosteronspiegel natürlich.

Schlag auf Schlag

8. Juni 2010

Schönheit und Gewalt lassen sich sehr wohl miteinander vereinbaren: Naomi Campbell. Am 22. Juni wird das Supermodel 40 Jahre alt. So schnell geht das. Eben noch blutjung, schon ein Mitglied der älteren Garde. Schlagartig.

Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen einem Supermodel und einem Model? Sehen Supermodels super aus? – Nein, das kann es nicht sein. Alle sehen doch gut aus. Vermutlich ist der Unterschied gleich gross wie zwischen einem Superstar und einem Star. Und vermutlich ist es total egal.

Vermutlich ist Naomi Campbell das erfolgreichste dunkelhäutige Model aller Zeiten. Oder noch länger. Darf man das so sagen? Darf man ein Model auf Äusserlichkeiten reduzieren? Na ja, anders gefragt, gibt’s noch andere Qualitäten? Bei Naomi ganz bestimmt: Frau Campbell ist auch Schauspielerin und wirkte in vielen Filmen mit. Und sie machte des öfteren Schlagzeilen mit ihrer Schlagfertigkeit, im wahrsten Sinne des Wortes: Leute hauen.

Das mag im ersten Moment verwerflich klingen, ist aber in dieser Szene eine wohltuende Abwechslung. Immer nur schlaksig über den Laufsteg stolzieren und ein bisschen koksen und ein bisschen Magersucht, das ist doch langweilig. Hier hat das Model neue Wege aufgezeigt, Neuland betreten.

In diesem Sinne feiern wir Dich sozusagen als Pionierin. Und mit Dir auch Deinen Geburtstag. Herzliche Gratulation zum Vierzigsten, Frau Campbell!

Heidis TV-Tussen

19. März 2010

Das ist mir noch selten passiert. Habe neulich tatsächlich „Germany’s Next Top Model“ geguckt. Das ist so eine Sendung, Sie wissen schon, mit dieser Heidi, dieser Klum, die doch irgendwie überall und überhaupt sozusagen omnipräsent ist. Oder unerträglich. Oder beides. Das ist doch die, der man so lange mit Skischuhen in die Fritte treten könnte, bis die grosse Zehe blutet. Na na na, nur nicht bösartig werden. Entschuldigung.

Germany’s Next Topmodel, im Jargon elegant mit GNTM abgekürzt, ist sozusagen der Inbegriff der modernen Prostitution mit dem Segen der TV-Menschen. Es ist ein erfolgreiches, quoten-geschwängertes Format, das irgendwie die ganze Bandbreite der Fernsehkonsumenten abzudecken scheint: Frauen kriegen ein bisschen Dramatik, Spannung und Tränen, Herren Arsch und Titten. Allen gedient. Was will man mehr?

Gut, die hiesige Staffel von GNTM hat irgendwie nur 0815-Typen auf Lager. Keine wirklichen Ausnahmegesichter. Verstehen Sie mich nicht falsch: Jede der Kandidatinnen ist wunderschön, hat Traummasse. Doch steige ich in Zürich in die S-Bahn (fragen Sie mich nicht, warum ich ständig mit der Zürcher S-Bahn angelaufen komme …) so sehe ich 1’000 solcher Gesichter. Will heissen: Schön aber so etwas von normal. Konstant gelebter Durchschnitt. Einheitsbrei.

Gut, jetzt kann man natürlich hingehen und sagen „hey, aussehen ist zwar wichtig, aber auf die inneren Werte und vor allem auf das Talent kommt es an“ was ganz bestimmt seine Berechtigung hat. Gerade Models hören sich ja gerne sagen, wie unglaublich anstrengend ihr Job denn sei, und dass Modeln ganz und gar nicht bubi sei. Nein nein. Professionell. Ja, ein paar der Kandidatinnen mögen sicherlich Talent haben (wofür, das lassen wir mal offen), doch im Endeffekt – und hier sind wir ganz ehrlich – ist das Ganze eine geschickt organisierte Selbstinszenierung der allmächtigen Heidi Klum.

Und dagegen ist nun bestimmt nichts einzuwenden. Selbst wenn die liebe Heidi – meine Kollegen sagen das – offenbar ganz auffällig schielt. Hätte ich nicht bemerkt, obwohl ich der immerzu in die Augen schaue. Aber tatsächlich: Achten Sie mal in der Zeitschrift Gala darauf, die liegt jeweils beim Frisör auf. Ein Auge zielt so etwas von offensichtlich vollkommen ins Gemüse. Muss man wissen.

Das ist natürlich – ganz im Gegensatz zur Sendung – sehr, sehr oberflächlich. Die Sendung ist etwas vom Schönsten, was unsereins seinem Augenlicht gönnen kann. Augenpflege. Gerade die Abwahl der Kandidatinnen, die so herrlich mit Klavierklängen und Spannung erzeugendem Soundtrack à la Terminator untermalt ist, sucht ihresgleichen in Sachen Dramaturgie und … und – die Worte hierfür müssen erst noch erfunden werden, sorry. Zu gut, zu geil. Zu porno.

Die Jury hat übrigens auch gewechselt. An Heids Seite sitzen neu ein Pseudo-Brasilianer, der sich … habe ich vergessen. Und ein hobby-schwuler Fotograf. Nur keine Missverständnisse: Niemand hat hier etwas gegen Homosexualität. Doch überzeugen sie sich selbst. Solche Menschen können innert Minuten die Lobby-Arbeit von ein paar Jahren zunichte machen. Wäre ich Fotograf geworden, ich hätte noch während des Konsums dieser Sendung das Formular für eine Berufs-Umschulung ausgefüllt. Oh je.

Also, um zum Schluss zu kommen, zum Glück, bevor es noch schlimmer wird. Germany’s Top Model geben wir eine gute 1.5 mit Heimweh und Rückenwind. Also, meine maskulinen Augen hätten sich wehement für eine blanke 6 ausgesprochen. Doch Heidi Klum hat einen drastischen Notenabzug verursacht, leider. Trotzdem: Prädikat empfehlenswert.

Also, nicht verpassen, GNTM mit Heiiiidi Kluuum, donnerstags auf Pro7. Es lohnt sich.