Posts Tagged ‘Flugzeug’

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6. Mai 2017

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Schweizerisches Verkehrshaus, Luzern 2016

Tante Ju

24. Februar 2013

3842012, Junkers Ju 52 am Himmel über Zürich

Viel Lärm um eine Tante

11. März 2012

Es soll Nostalgiker geben, die buchen sogar Flüge mit der JU 52. Man stelle sich das vor, mit dieser alten Kiste, freiwillig! Die Chance für einen ungewollten Tiefflug ist höher, ein Absturz sehr wahrscheinlich, weshalb man schon ein grosser Aviatikfan sein muss, um sich dieses Abenteuer anzutun. Vermutlich gilt es unter Flugzeugliebhabern als besonders chic, sich im Himmel sagen zu hören, man habe durch den Absturz in einer JU 52 das Zeitliche gesegnet.

Das ist natürlich völliger Schwachsinn: Die Junkers JU 52 ist immer noch ein sicheres Fluggerät. Eine Reise im Kreuzfahrtschiff ist weit gefährlicher. Und heruntergekommen ist noch jede. Kleinbürger im Mittelland quittieren ihren Überflug – der sich durch Zittern der Gläser auf dem Tisch ankündigt – mit tosendem Applaus. Ältere Generationen holen Leintücher, um die Fenster zu verdunkeln. So schön.

Gerade aus akustischer Perspektive bietet die JU 52 eine willkommene Abwechslung von den Sportflugzeugen und – in Flughafen-Nähe – der grossen Passagierjets. Darum wollen wir unsere Gläser heben, am 7. März, am Achtzigsten Jahrestags des Erstfluges. Herzliche Gratulation, Tante JU! Auf dass Du uns noch viele Jahre um die Ohren fliegst!

Es war ein Pilz!

10. September 2011

Es war ein Pilz. ja, Sie haben richtig gelesen, liebe Leserin, lieber Leser: Diese heimtückische Art von Schimmel setzt sich in den Mauern eines Gebäudes fest und zerfrisst sie regelrecht. Dass die beiden Flugzeuge zeitgleich mit den verheerenden Folgen des Pilzbefalls in die Türme flogen, war reiner Zufall. Beziehungsweise der Fehler der Flugsicherung. Die Fluglotsen des Airports JFK sitzen übrigens auch in einem Tower, was die Sache noch komplizierter macht.

Das ist natürlich totaler Schwachsinn. In Wirklichkeit wurden die Türme gesprengt, und zwar aus Versehen. Britische Militärberater hatten bis anhin immerzu von der Londoner Tower Bridge gesprochen und jagten aus diesem Grund – als der Alarm eintraf – anstelle der strategisch wichtigen Brücken einfach die Türme in die Luft. Eine dumme Verwechslung.

Nein, nein, es war der Wind, das himmlische Kind: Pazifische Luftströme – entstanden durch die Klimaerwärmung – trieben die beiden Flugzeuge so unglücklich vom Kurs ab, dass … – na eben, den Rest kennen Sie ja. Diese Winde sind extrem stark und man tut gut daran, die Fahne danach auszurichten.

Na ja, dann doch lieber der Pilz.

Schöner schreiben

22. Februar 2010

Mittlerweile kennen Sie die Geschichte aus Austin (Texas). Ein Mann fliegt aus Wut über die amerikanische Steuerbehörde in ein Bürohochhaus. Überall wurde darüber berichtet, so auch in meiner Lieblingszeitung, der Aargauer Zeitung (Ausg. 20.2.2010). Ich zitiere:

Joseph Stack galt als umgänglicher Mann, bis er mit einem Kleinflugzeug in ein Gebäude in Austin raste.

Halten wir kurz inne, um uns diesen Satz genüsslich auf der Zunge zergehen zu lassen. Ooooom. Kurz nachgefragt: Warum gilt Joseph Stack jetzt nicht mehr als umgänglicher Mann? Sind Amerikaner intolerant? Oder gilt er jetzt etwa nicht mehr als umgänglicher Mann, weil er bei seinem Attentat ums Leben gekommen ist? Fragen über Fragen.

Ein wunderbarer Satz, wahrlich. Vielleicht wäre es an der Zeit, den Pranger in der Schweiz wieder einzuführen. Man könnte den verantwortlichen Journalisten dazu zwingen, mit einem grossen Plakat – auf dem eben dieser Satz steht – vor die Uni zu stehen, wenn die Germanistik-Studenten das Gebäude verlassen. Ihn zwingen, den Studenten mit einer Trillerpfeife bis ins Starbucks zu folgen.

Aber eben: Wenn, wenn, wenn. So vieles wäre ganz anders. Josef Stack zum Beispiel wäre ein ganz umgänglicher … – so, Schluss jetzt! Basta!