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D-Day Switzerland

23. September 2012

Ist eine Nation reich an Rohstoffen, so kann eigentlich nicht viel schief gehen. Im Falle eines Krieges wird sie besetzt (Jargon: befreit) und die unfehlbare, wohlbringende Demokratie wird eingeführt.

Hat hingegen ein Land das Pech, keine wichtigen Rohstoffe zu besitzen, so können sich die Einwohner die Köpfe einschlagen so lange sie wollen. Befreit wird da gar nichts, höchstens die Gelder des Regimes. Selber schuld. Mit gezielten Hilfslieferungen in Form von Waffen kann der Region bestenfalls geholfen werden, früher oder später erfolgreich die Demokratie einzuführen.

Das beste Beispiel ist da wohl die Schweiz. Getarnt mit einer geschickt inszenierten Scheindemokratie herrscht seit Jahren ein Bürgerkrieg der Deutschschweizer gegen die Romands. Der Hass sitzt so tief, dass sich die Romands sogar eine andere Muttersprache zugelegt haben, um sich abzugrenzen. Doch wird die Schweiz etwa erobert? Wird sie mit wahrer Demokratie beschenkt? – Pustekuchen! Gut, vielleicht schreckt die beste Armee der Welt ja potentielle Aggressoren ab. Die hat ja jetzt neue Militärvelos.

Zählt man allerdings Wasser zu den wichtigen Rohstoffen, so sieht das Beispiel Helvetia natürlich vollkommen anders aus. Wasser ist genug da, in Unmengen. – So viel, dass sogar die hiesigen Politiker Wasser predigen. Und die Bundesverwaltung in Bern, unser grösster Stolz, ist ein riesiger Wasserkopf. Wasser, so weit das Auge reicht. Bei Luzern musste man sogar einen See erstellen, in die harten Felsen der Alpen, um das viele Wasser zu verstauen.

Je nach Definition ist die Schweiz also sehr reich an Rohstoffen. Bleibt zu hoffen, dass die selbst ernannten Weltpolizisten des Universums dies endlich begreifen und uns befreien. Es ist höchste Zeit. Ansonsten spaltet der Röstigraben am Ende den ganzen Kontinent, die ganze Welt und … Moment mal: Bei tiefen Spalten besteht doch häufig die Chance auf Rohstoff-Funde, oder?