Total tot

Die deutsche Sprache ist heimtückisch. Wenn jemand sagt «Am Ostersonntag brauchst du nicht aufzustehen», kann das leicht als «Am Ostersonntag brauchst du nicht auferstehen» verstanden werden, irrtümlich. Das kann zu dummen Missverständnissen führen. Und zu Krieg (wir erinnern uns nur ungerne an diese Kreuzritter-Geschichte und dergleichen).

Wobei hier folgendes nicht unerwähnt bleiben darf: Das Auferstehen ist ein Privileg. Stellen Sie sich einmal vor, liebe Leserin, lieber Leser, an Ostern würden alle verstorbenen Menschen auferstehen. Das würde für Verwirrung sorgen, vermutlich. Die Lebendigen, die noch nie gestorben sind, würden auf die Lebendigen, die bereits einmal tot waren, treffen. Niemand kann genau sagen, ob das gut wäre.

Vermutlich würde ein Grossteil der Auferstandenen als erstes zu McDonalds gehen, denn da ist der Fortschritt der Menschheit am imposantesten illustriert. Genau das ist es ja, was sich ein Gestorbener mit Garantie fragt: Was ist seit meinem Tod passiert auf der Welt. Es würde bestimmt Lieferengpässe geben, denn seit es Menschen gibt, sind auch sehr, sehr viele gestorben. Ein Chaos.

Na gut, wir wollen ja nicht alles totreden. Jedenfalls ist an Ostern arbeitsfrei. Wir dürfen am Morgen liegen bleiben.

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