Gesundheit!

Unbestritten ist: Nahezu alles findet im Kopf statt. Schätzungen zu Folge sind über fünfzig Prozent der Patienten gar nicht so sehr krank, wie sie glauben. Sie wären eigentlich gesund, doch die Schulmedizin hat es versäumt, ihnen dies glaubhaft mitzuteilten, womit wir bei einem der grössten Probleme in der Kommunikation seit der Erfindung der Grunzlaute angelangt wären: Dem Ärztejargon. Viele Ärzte bauen in ihren Ausführungen ein paar Worte in Mandarin ein, um ein bisschen professioneller zu wirken. So wird die einfache Entzündung zur lebensgefährlichen Inflammatio. Brandgefährlich!

Aber zurück zum Thema Geist: Wenn nun diejenigen Patienten, die im Grunde kerngesund sind, es jedoch nicht wissen, auf verständliche Art und Weise darüber aufgeklärt würden, dass sie kerngesund sind, würden die Kosten des Gesundheitswesens nicht steigen, sondern sinken. Das ist eine Tatsache. Und weil viele Ärzte inzwischen den gesunden Menschen nicht mehr zweifelsfrei vom kranken Menschen unterscheiden können, kann die einzige Massnahme eines annähernd verantwortungsbewussten Gesundheitsministers nur in die Richtung gehen, dass per Staatsorder jeder Arzt im Land dazu angehalten wird, während – sagen wir: einem halbem Jahr – jedem Patienten zu diagnostizieren: «Gratulation, ich kann nichts finden, sie sind gesund».

Auf einen Schlag erlebt die Schweiz einen Rückgang an Krebstoten um hundert Prozent (na ja, die Anzahl der Verstorbenen mit unbekannter Todesursage wird leicht ansteigen, aber lassen wir das). Und was jeden in diesem Land zu Freudentänzen veranlassen wird: Die Krankenkassenprämien werden sinken. Und mit ihnen auch die Einkommen der Schulmediziner. Und was, liebe Leserin, lieber Leser, wird wohl passieren, wenn sich immer weniger durchschnittlich begabte Menschen für ein Medizinstudium entscheiden und den Ärzteberuf wählen? – Genau: Es kommen immer weniger Leute überhaupt erst auf die Idee, sich einzubilden, sie seien krank. Klar, ist ja keine Arztpraxis in der Nähe. Kriegen Kinder Lust auf Eiskrem, wenn keine Eisdiele in Sichtweite ist? – Eben!

Sehen Sie, das Leben ist so einfach. Bleibt bloss die Frage zu klären, was man mit all den überflüssigen Ärzten tun sollte. Die überzähligen Arztpraxen könnte man bestimmt umbauen. Zum Beispiel in Krematorien. So, das war’s für heute, auf Wiederlesen. Bleiben Sie gesund!

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