Die Drohne droht

Im äusserst lehrreichen und je länger je mehr realistisch anmutenden Kinofilm «Terminator 3 – Aufstand der Maschinen» wird eindrücklich illustriert, was uns Menschen passieren kann: Irgendwann läuft das alles aus dem Ruder (obwohl wir die Nautik-Freunde hier nicht allzu sehr bemühen wollen). Irgendwann hat das Google-Auto einen schlechten Tag und fährt spontan ein paar Passanten um, zum Spass. Denn – ganz ehrlich – wenn künstliche Intelligenz selbständig dazulernen kann, dann kann sie früher oder später auch Spass empfinden, oder? Wir laufen ins offene Messer.

Sie finden das lächerlich? Kürzlich hat sich mein mit modernster Technologie ausgerüstete Nasenhaar-Trimmgerät in exakt dem Zeitpunkt selbständig eingeschaltet, als es sich in unmittelbarer Nähe meiner Halsschlagader befand, was aus medizinischen Gesichtspunkten ganz, ganz schlimm hätte enden können. Der Kampf dauerte kurz und endete zu meinen Gunsten; Ich habe eine dicke Haut. Nasenhaare halten übrigens grosse Staubpartikel davon ab, in die Atemwege zu gelangen, weshalb man die Art seiner Nasenfrisur mit Bedacht wählen sollte.

Von Rasenmäher-Robotern haben wir noch gar nicht gesprochen. Mit etwas Fantasie sehen sie aus wie platt gedrückte Blechschafe, und sie verhalten sich auch vollkommen unschuldig. In Augenblicken, in denen sie sich unbeobachtet fühlen, mähen sie allerdings Dinge, die sie nie und nimmer mähen sollten: Tischtennisbälle, weggeworfene Bierdosen, Blindschleichen und Blindgänger. Das ist die Wahrheit. Die Intimrasur wurde übrigens von einem Gärtner erfunden. Und immer mehr Gärtner sind Hacker.

Es gibt aber auch neue Maschinen, die wir ganz bewusst idiotische Dinge machen lassen. Wir können eine Drohne vollautomatisch ein paar Meter über uns fliegen lassen, wenn wir mit dem Mountain Bike (Bergrad) durch die Gegend radeln. Sie filmt unser dummes Gesicht, während wir mit dem Vorderrad in eine fahrlässig gewachsene Baumwurzel steuern und uns drei Mal überschlagen. – Eine Gaudi bei der nächsten Familienfeier! Slow Motion.

Diese Dinge werden uns irgendwann über den Kopf wachsen. Irgendwann werden Drohne und Rasenmäher-Roboter anfangen, miteinander zu kommunizieren. Sie werden mit der Mikrowelle, dem Smart Phone, der Strassenampel und dem Fernsehgerät («nein, unser Fernseher ist ein Verräter!») Kontakt aufnehmen und ganz, ganz schlimme Dinge aushecken. Nasenhaar-Trimmgeräte werden auch mithelfen, glauben Sie mir. Als hätte uns Arnold Schwarzenegger nicht gewarnt!

Advertisements

Schlagwörter: , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: