Das Gute ist so nah

Sie kennen das Sprichwort «An Apple a Day, keeps the Doctor away», was uns natürlich dazu veranlasst, hier und jetzt eine regelrechte Ode an den Apfel anzustimmen. Essen Sie täglich mindestens ein Kilo Äpfel, liebe Leserin, lieber Leser, Ihr Körper wird es Ihnen danken. Gut möglich, dass Adam und Eva an Skorbut gestorben wären, hätten sich nicht in diesen … na gut, schon okay.  

Natürlich ist ein Apfel nicht einfach ein Apfel. Vom süsslichen «Gala» über den ganz sauren «Granny Smith» bis zum leicht säuerlichen «Politesse» lacht den gesundheitsbewussten Konsumenten eine ganze Reihe dieser Vitaminbomben an. Beim Verzehr sollte lustigerweise die Schale mit gegessen werden, weil sie am meisten Vitamine beinhaltet. Und am meisten Pestizide. Aber wer will schon kritisch sein.  

Die sogenannte «Graue Energie» sollte beim verantwortungsbewussten Apfelkauf ebenfalls eine wesentliche Rolle spielen. Sie bezeichnet die für Produktion und Transport aufgewendete Energie, die wenn immer möglich kleiner sein sollte, als die Anzahl Kalorien, die uns das Lebensmittel spendet. Fortgeschrittene achten selbst beim Kauf von Mineralwasser darauf. An Apéros von grünen Politikern wird übrigens ausschliesslich über dieses Thema gesprochen. – Und natürlich über die Frage, ob SVP-Politiker mit Grünen-Politikerinnen Sex haben sollen, dürfen oder müssen.  

Am meisten beschissen werden wir sicherlich beim Kauf von Bio-Äpfeln: Niemand kann uns garantieren, ob hier nicht unsachgemäss gedüngt wurde, der Laster für den Transport auch mit Bio-Treibstoff angetrieben wurde und sich dessen Chauffeur auch bio-vegan ernährt. Mehrkosten für Bio-Früchte lohnen sich nur dann, wenn der Apfel nicht weit vom Stamm direkt in die Schubkarre des Bio-Bauern gefallen und uns sodann persönlich im staatlich subventionierten Tesla des Landwirtes ausgehändigt wird. Zudem sieht die Schale des Bio-Apfels – die man ja eben mitessen soll – aus, als hätte sie Akne.  

Doch zurück zum Apfel als Vitaminspender. Würde die gesamte Bevölkerung der Schweiz täglich mindestens einen Apfel zu sich nehmen, wären die Auswirkungen phänomenal: Ärzte würden sich zu Obstbauern umschulen lassen, Krankenkassenprämien so lange sinken, bis sie schlussendlich negativ würden (so wie die Zinsen) und die Ostschweiz – als Hochburg der Obstproduktion – würde goldene Zeiten erleben, die eventuell sogar in der Akzeptanz dessen Bewohner durch die restlichen Schweizer gipfeln würde.   So wäre das. Und jetzt muss ich hier Schluss machen und einkaufen gehen: Sonderangebot drei für zwei Röhrchen Brausetabletten Vitamin C.

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