Ein Gedicht

Es ist typisch: Beim Thema Verdichtung wurden die einzigen, die es von Natur aus am besten wissen sollten, gar nicht gefragt: Würden Dichter dichter bauen? Man weiss es nicht. Als wenn man Zitronen falten möchte und sich vorher nicht bei Zitronenfaltern schlau machen würde. Dilettantisch.

Würden Dichter in verdichteten Bauten Gedichte anders dichten? Könnte sein, bewusst oder unbewusst. Vielleicht irgendwie weniger offen, enger halt. Sie mögen darüber lachen, liebe Leserin, lieber Leser, aber die Umwelt hat auf Künstler einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Schon nur der Gedanke an eine Beschränkung kann die geistigen Flügel stutzen. Der Künstler ist universell.

Ich kenne zum Beispiel keinen einzigen, offen denkenden Menschen, der in Unterengstringen wohnt. Zu eng. In Oberengstringen soll es noch engstirniger zu und her gehen, sagt man. So stur. Ober eng. Dazu muss vielleicht angemerkt werden, dass ich überhaupt keine Ober-, Unter-, Mittel- oder Irgendwasengstringer kenne, gerechtigkeitshalber. In Offenheim ist es offenbar anders. Oder in Freienbach, freilich.

Aber wir wollen es ja nicht auf die Spitze treiben. Eigentlich waren wir ja beim verdichteten Bauen, Wohnen und Denken. Das war halt nur so ein Einwurf. – Wobei ich mich – wie Sie unschwer erkannt haben – mit Einwürfen nicht sonderlich gut auskenne. Da müsste man wohl einen Fussballer fragen.

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