Hasta la victoria

Menschenrechts-Verletzungen sind legitim. Natürlich nur dann, wenn sie von der richtigen Seite begangen werden. In diesem Fall darf auch bedenkenlos ein Shirt getragen werden mit dem Konterfei des Verbrechers (wobei der Begriff «Verbrecher» wie gesagt eine Frage der Perspektive ist und völlig überbewertet wird). Kuba scheint irgendwie ein bevorzugtes Terrain zu sein für gesetzeswidrige Handlungen, was die Unesco in naher Zukunft dazu bewegen dürfte, Kuba zum Menschenrechts-Verletzungs-Weltkulturerbe zu ernennen (die Feier wird – Gerüchte wollen es so – in Guantánamo stattfinden, mit orange gekleideten Cheerleaderinnen). Item. Jedenfalls wäre es unfair, Che Guevara auf seine dunklen Seiten zu reduzieren. Er hat zweifelsohne viel Bewegt. Und selbst heute noch dient seine Person – oder zumindest das, was die sozialistischen Historiker um seine Person herum gezimmert haben – dazu, in beeindruckender Weise die Einheit Kubas zu demonstrieren. Das macht Sinn. Am 14. Juni wäre Guevara fünfundachtzig Jahre alt geworden. Wir gedenken ihm. – Selbst wenn es nicht so dolle geklappt hat mit dem Sozialismus.

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