Allerhand

So richtig aufgefallen war es Max, als er am Bahnhof in der einen Hand sein iPhone, in der anderen den Kaffeebecher und in der dritten… – Eben! Zu seinem grossen Unmut musste er feststellen, dass keine dritte Hand vorhanden war. Nein, keine Hand vorhanden.

Jetzt könnte man ja hingehen, dachte Max, und sagen, dass der Mensch eben nicht dazu gemacht sei, mehr als zwei Dinge auf einmal zu halten. Könnte man. Aber Max – der für gewöhnlich das Maximum wollte – gab sich damit nicht zufrieden. Er erfand die Dritthand. Bahnbrechend.

Die Dritthand hat sich inzwischen etabliert: Mit einer Routineoperation kann sie wahlweise an der untersten, vorderen rechten Rippe (bei Linkshändern natürlich links) oder am Steiss montiert werden. Nach ein paar Übungen – und dem Kauf einer neuen Garderobe – fügt sich die Dritthand nahtlos ins Leben des Trägers ein und macht ihn um durchschnittlich 50 Prozent leistungsfähiger. Und vor allem schneller.

Kein Wunder hat diese Erfindung Max weltberühmt gemacht. Die neueste Version „iHand 4“ ist soeben in den Verkauf gelangt. Und Max hätte sich auch gerne in einen offiziellen Laden begeben, um einen Testkauf zu tätigen. – Wenn er an diesem Morgen nicht gerade in der einen Hand einen Kaffeebecher, in der zweiten sein Mobiltelefon und in der dritten …

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