E schöne, gäll!

Sie kennen diese Floskel: Zuweilen wünschen wir uns (in der Schweiz) beim Abschied nicht mehr einen schönen Tag, sondern verwenden die schicke Abkürzung „e schöne“. Ist Umgangssprache, hat sich irgendwie eingebürgert und fällt mittlerweile gar nicht mehr auf. Was in aller Welt soll daran also falsch sein? – Nichts, gar nichts.

Richtig bewusst geworden ist mir die Zweideutigkeit dieser Abkürzung erst durch einen Lehrer an der Schule. Dieser nämlich mochte sich immerzu darüber aufregen, wenn wir ihm nach der Schulstunde „e schöne“ wünschten. Erzürnt pflegte er jeweils zu fragen: „e schöne Tod oder was?“

Na ja, wir wollen ja nicht den Teufel an die Wand malen. Doch es stimmt nachdenklich. Möglicherweise hatte der Lehrer doch Recht: Eigentlich könnten wir uns selbst im hektischen Alltag soviel Zeit nehmen, unserem Gegenüber eindeutig und ohne Zeitersparnis einen schönen Tag zu wünschen, oder? Oder es gleich bleiben lassen?

Gut, wir müssen ja nicht alles totreden. Und irgendwie fällt mir dazu jetzt auch nicht mehr allzu viel ein. Also, schönen Tag noch. Ciao.

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