Egal und so, irgendwie

Wenn wir Hans legalisieren, dann – Entschuldigung: Wenn wir Hanf legalisieren, dann werden mehr Leute schneller noch mehr Drogen konsumieren. Vielleicht. Zum Beispiel werden bisherige Rauschtrinker und passionierte Botellón-Menschen auf Cannabis umsteigen. Substituieren nennt man das, wenn man den verzweifelten Versuch starten will, etwas schlauer zu klingen als die anderen. Wie bitte? Ach ja, Alkohol ist auch eine Droge, per Definition. Eine legale. Ja ja. Also werden im Endeffekt Drogenkonsumenten, die Alkohol trinken, zu Drogenkonsumenten, die Cannabis konsumieren. Weil ja dann Hanf legal ist und Drogenkonsumenten im Allgemeinen mit Vorliebe jene Dinge tun, die erlaubt sind. Als Nebenwirkung würden die Preise für Cannabis zusammenbrechen, weil es ja dann legal ist. Obwohl, da müssen wir ganz ehrlich sein, der US-Immobilienmarkt immer legal war und die Preise trotzdem in den Keller gefallen sind (was natürlich eine ganz dumme Analogie ist, weil viele Häuser in Amerika bekanntlich nicht unterkellert sind). Also, wenn nun die Drogenpreise fallen, können sich mehr Menschen diesen Rausch leisten. Also werden Mehr Leute – auch jene, die vorher nie Alkohol getrunken haben – ganz spontan (frei nach dem Motto „was machen wir heute? Kino, Zoo oder Kiffen?“) unermessliche Mengen an Drogen konsumieren. Gleichzeitig werden sich weniger Bürger verschulden aufgrund ihres – nun billigeren – Cannabiskonsums. Was natürlich genial ist. Und den trotzdem immer höher Verschuldeten ist es mehr und mehr egal, weil sie dank Tiefpreisen mehr Cannabis konsumieren können, was ja – die Gerüchte wollen es so – gleichgültig machen soll. Das Volkswohl wird also zweifelsohne rapide steigen. Im gleichen Zug können wir das Rentenalter auf 72 anpassen, weil es dann die meisten Bürger wie gesagt nicht interessiert. Ein Segen! Da können die Gegner der Legalisierungsinitiative noch lange sagen, Hanf sei eine Einstiegsdroge. Auch dieses Argument können wir locker flockig entkräften: Der Staat verbilligt einfach im gleichen Zug die Ausstiegsdrogen. – Voilà!

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